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1000 Bogestra-Kunden kaufen ihr Ticket mit dem Handy

05.03.2013 | 18:04 Uhr
1000 Bogestra-Kunden kaufen ihr Ticket mit dem Handy
Rechts der Barcode als Fahrkarte auf einem Handydisplay , links ein Lesegerät in einem Bus.Foto: Ute Gabriel

Die Bogestra hat mittlerweile knapp 1000 Kunden, die sich ihren Fahrschein auf das Handy schicken lassen. „Handy-Ticket“ heißt dieses bargeldlose Bezahlsystem, das es in Bochum seit vier Monaten gibt. 4000 Fahrscheine wurden so schon verkauft. Vor allem das 4er-Ticker ist beliebt.

Vor vier Monaten hatte die Bogestra das so genannte Handy-Ticket eingeführt. Mittlerweile haben insgesamt knapp 1000 Kunden dieses neue bargeldlose Zahlungssystem genutzt und 4000 Tickets gekauft.

Das Handy-Ticket ist für alle geeignet, die sich in der digitalen Welt zumindest halbwegs gut auskennen. Das Prinzip: Man bestellt den Fahrschein online, lässt ihn sich als Barcode zur Speicherung auf sein Handy schicken und zeigt ihn dann im Bus oder der Bahn vor. Das ist gewöhnungsbedürftig, hat aber den Vorteil, die Tickets von überall aus kaufen zu können und nicht mehr nur an Automaten oder anderen Verkaufsstellen. „Der Ticketautomat für die Tasche“, lautet der Werbespruch.

4er-Ticket ist der Renner

Mit Abstand am meisten haben die Handy-Kunden das 4er-Ticker gebucht. Knapp 2000 wurden bisher online verkauft. Auf Platz zwei liegen die Einzelfahrscheine mit rund 1000 Exemplaren. Das Handyticket gibt es aber auch als Tagesticket, Gruppenticket, Zusatzticket, Ticket2000, Ticket1000 und, Schöner-Tag-Ticket, Schöne-Fahrt-Ticket und Fahrrad-Tages-Ticket.

Der erste Schritt ist die Registrierung auf der Internetseite www.bogestra.de. Am rechten äußeren Rand steht der Link „Handyticket“. Dort muss der Kunde ein paar Felder ausfüllen und mit seinem Personalausweis, seinem EU-Reisepass, seiner EC- oder Kreditkarte seine Identität nachweisen. Nach der Registrierung kann der Kunde über eine Handy-Ticket-App, über den Browser auf dem Handy oder im Internet am heimischen Computer seine gewünschten Fahrkarten bestellen. Bezahlen kann er je nach Wunsch per Lastschrift, Kreditkarte oder im „Prepaid-Verfahren“ (20 Euro im Voraus einzahlen und dann dieses Guthaben nach und nach verbrauchen).

Über eine spezielle Internet-Software wird das gekaufte Ticket dann als Barcode auf das Handy des Käufers übertragen. Der Code wird später auf der Fahrt vom Kontrolleur bzw. Kundenbetreuer mit einem mobilen Lesegerät überprüft oder von einem fest am Einstieg installierten Lesegerät.

Wichtig für die Kunden ist, dass der Akku des Handys während der Fahrt auch immer noch genug Saft hat. Denn macht das Handy schlapp, kann der Kontrolleur den Barcode nicht mehr lesen. Das schwarze Display würde aus seinem Besitzer dann einen Schwarzfahrer machen.

Nicht übertragbar

Wichtig ist ebenfalls, dass der Handy-Kunde das Dokument, das er bei seiner Registrierung zur Identifikation angegeben hat, bei der Fahrt auch immer bei sich trägt. Denn Handy-Tickets sind nicht übertragbar.

Handy-Ticket-Kunden der Bogestra können ihre Fahrkarten auch für einige andere deutschen Regionen und Großstädte online kaufen. Über entsprechende Links in der installierten Software soll dies problemlos machbar sein.

Die Bogestra verweist beim Handy-Ticket auf ein Service-Telefon. Die Rufnummer lautet: 03744-8302-171.Schriftliich sind Fragen per Email auch an dialog@bogestra.de möglich.

Bernd Kiesewetter



Kommentare
06.03.2013
10:20
1000 Bogestra-Kunden kaufen ihr Ticket mit dem Handy
von grubendol | #2

Im VRR gibts das Handyticket doch schon locker 4 Jahre.

Und man braucht nicht unbedingt ein Smartphone; man kann sich die Tickets auch als SMS schicken lassen.

05.03.2013
19:12
1000 Bogestra-Kunden kaufen ihr Ticket mit dem Handy
von MrCola | #1

Blöd nur, das es dort kein Kurzstreckenticket gibt.
Man muss also wenn man ne Kurzstrecke fahren will, ein normales A Ticket kaufen...

2 Antworten
1000 Bogestra-Kunden kaufen ihr Ticket mit dem Handy
von t2711 | #1-1

Dafür kann man aber mit einem Ticket A innerhalb der Stadt oder auch in der Kurzstrecke hin und zurück fahren wenn es innerhalb der erlaubten Zeit von 90 min ist weil ja keine Einstiegshaltestelle vermerkt ist. So könnte das Ticket A günstiger sein als 2x Kurzstrecke.

1000 Bogestra-Kunden kaufen ihr Ticket mit dem Handy
von hapeer | #1-2

#1-1: Sollte dies tatsächlich zutreffen, so wäre dies eine Unverschämtheit den Kunden gegenüber, die - aus welchem Grund auch immer - ihr Ticket A wie gewohnt in Papierform kaufen.

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