"Städtebaulicher Schandfleck beseitigt"
29.04.2009 | 18:51 Uhr 2009-04-29T18:51:00+0200Bergkamen. „Jetzt ist noch ein weiterer städtebaulicher Schandfleck beseitigt.” Zufrieden sah sich Bürgermeister Roland Schäfer am Mittwochnachmittag auf dem Zentrumsplatz um.
Dort wurde im kleinen Rahmen die Fertigstellung der Platz-Umgestaltung gefeiert. Mit offiziellen Gästen, einer Rede, einem kleinen Imbiss und einer neu gepflanzten Platane. „Denn die Begrünung gehört natürlich zur Gesamtmaßnahme”, sagte Schäfer und griff persönlich zum Spaten, um das Bäumchen in die Erde zu bringen, während er aus sicherer Entfernung aus den Fenstern der über ihm liegenden Wohnungen und von den Rentnern auf den Ruhebänken beäugt wurde.
Fast sechs Jahre lang hat sich die Umgestaltung des Zentrumsplatzes hingezogen. „2003 wurde der Beschluss gefasst, den Platz neu zu gestalten und die hässliche Betonbrücke abzureißen”, erinnerte sich Schäfer. Viele Jahre der Diskussion folgten. Zuletzt mit erfreulichem Ergebnissen. Denn die massiv geschädigte Betonbrücke am Zentrumsplatz wich ab Ende 2006 zwei modernen Treppentürmen aus grünlichem Recyclingglas, die nun den Zugang zu den Wohnungen und Ladenlokalen ermöglichen. Auch die Blickachse zum Wasserpark wurde geöffnet. Das Ergebnis: „Ein hochinteressanter, moderner innerstädtischer Platz”, so Schäfer. Und er ergänzte: „Nun kann der Platz seine Funktion als Veranstaltungsort für den Kultursommer optimal erfüllen.”
Sanierung kostete
1,2 Mio. Euro
Der ganze Spaß war allerdings nicht ganz billig – nicht zuletzt bedingt durch die enormen Preisteigerungen beim Stahlbau. 1,2 Millionen Euro kostete die Maßnahme ingesamt. Davon übernahmen das Land NRW 865.000 Euro und die Stadt Bergkamen 235.000 Euro. Den Rest trugen die Eigentümer: die Volksbank, die Post, die Sparkasse Bergkamen-Bönen und die Itzehoer Firma Schoof Grundstücksan- und -verkauf, der ein Großteil der Sozialwohnungen am Zentrumsplatz gehören. Bei allen bedankte sich Schäfer, aber auch bei allen anderen Anwohnern, die im Laufe der Monate viel Staub, Lärm und auch Umwege hatten hinnehmen müssen.
Doch nun habe man so nach und nach alle Bausünden aus den 60-er und 70-er Jahren beseitigt, stellte Schäfer zufrieden fest. Den Anfang hätten die Beseitigung der düsteren Betonpilze (Regenschutz) und der Parkpalette am Rathaus gemacht. Es folgten der Abbau der Brücken an der Töddinghauser Straße, an der Gedächtnisstraße und zuletzt eben am Zentrumsplatz.
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