Schweinegrippe legt Unterricht an zwei Schulen lahm
03.09.2009 | 14:14 Uhr 2009-09-03T14:14:00+0200Bergkamen. Wegen der Schweinegrippe sind zwei Bergkamener Schulen bis Ende der Woche dicht - die Realschule Oberaden und die Heide-Hauptschule. Besonders bitter: Auch das Realschulfest zum 50. Jubiläum am Samstag ist abgesagt.
Bisher ist die Schweinegrippe (H1N1) in Bergkamen glimpflich verlaufen, doch jetzt wird es dramatisch: Sowohl die Realschule Oberaden als auch die Heide-Hauptschule bleiben in Absprache der beiden Schulleitungen mit der Bezirksregierung in Arnsberg bis zum Ende der Woche geschlossen.
Der Unterricht soll am Montag, 7. September, wieder aufgenommen werden. Durch die Schließung solle erreicht werden, das Infektionsgeschehen an beiden Schulen einzudämmen, betonte der Sprecher der Bezirksregierung, Christoph Söbbeler.
Auch das Schulfest fällt aus
Für die Realschule Oberaden ist die Schließung besonders bitter, weil die seit Monaten vorbereitete Feier zum 50-jährigen Bestehen am kommenden Samstag nicht stattfinden kann. Als prominente ehemalige Schüler wurden unter anderem der innenpolitischen Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Dr. Dieter Wiefelspütz, Politiker von Bündnis 90/Die Grünen, Friedrich Ostendorff, und der bekannte Kamener Autor Heinrich Peuckmann erwartet.
Um weitere Ansteckungen zu verhindern, hat die Schulleitung sich zu diesem Schritt in Abstimmung mit der Schulpflegschaft und mit der Bezirksregierung entschlossen. Nach Auskunft der Bezirksregung in Arnsberg verteilen sich die betroffenen Schülerinnen und Schüler über mehrere Jahrgänge und konzentrieren sich nicht auf lediglich eine Klasse.
Neuer Termin: 7. November
Voraussichtlicher neuer Termin für das Jubiläumsfest ist Samstag, 7. November. Am Montag, 7. September, wird auch an der Realschule Oberaden der Unterricht wieder aufgenommen.
An der Heideschule liegen zwei bestätigte Fälle vor. Als Schulleiter Rüdiger Weiß davon erfuhr, war seine erste Maßnahme, zwei Lehrerinnen und einen Lehrer nach Hause zu schicken. Sie gehören zu den Risikogruppen, die in keinem Fall mit dem Grippeerreger A/H1N1 in Kontakt kommen dürfen.
Auf Nachfrage betonte Weiß, dass davon andere Nutzungen der Heideschule durch Sportvereine etc. nicht betroffen seien, weil der Erreger nur durch Tröpfcheninfektion übertragen werde.
Kreisweit 113 Fälle
Das Gesundheitsamt des Kreises Unna hält diese Schließung als vorbeugende schulinterne, organisatorische Maßnahme zur Unterbrechung der Infektionskette und Verhinderung der Übertragung der Schweinegrippe auf Personen mit erhöhtem Komplikationsrisiko für sinnvoll. Allerdings sei eine Schulschließung aus diesen Gründen gesetzlich nicht zwingend notwendig, betonte Kreissprecherin Constanze Rauert.
Nach ihren Angaben gab es im gesamten Kreisgebiet seit dem 15. Juli 113 gemeldete Fälle von Schweinegrippe. Sie seien zeitlich verzögert aufgetreten. In der Regel seien die Betroffenen nach sieben bis zehn Tagen wieder gesund gewesen. Zurzeit gebe es rund zehn aktuelle Fällen.
Wenn Kinder und Jugendliche grippeähnliche Symptome aufweisen, sollen sie ärztlich untersucht werden, so die Bezirksregierung. „Geschwisterkinder von erkrankten Schülerinnen und Schülern sollen auch in der nächsten Woche aus Sicherheitsgründen zu Hause bleiben. Die Eltern werden gebeten, in diesen Fällen Kontakt mit der Schule aufzunehmen, um individuell Absprachen zu treffen.”
06:51
Anstatt aber die Ursachen zu bekämpfen (Verbot grenzüberschreitender Tiertransporte und der entsetzlichen Massentierhaltungen, wo sich durch den permanten Streß, die hochbelastete Stall-Luft sowie die Massierung zigtausender armer Tiere auf engstem Raum Seuchen aller Art in Windeseile verbreiten können), sucht die Pharmaindustrie, unterstützt von hörigen
Politikern und Medien, wiederum nach milliardenschweren neuen Profitquellen.