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Gewässer zugefroren

Schlinder lebensgefährlich

03.02.2012 | 17:25 Uhr
Schlinder lebensgefährlich
Der Teich an der Mergelkuhle ist komplett vereist.

Bergkamen.   Winterhoch „Cooper“ hat Bergkamen fest im Griff. Das allerdings auch erst seit wenigen Tagen. Deshalb ist eine Schlinderpartie oder Schlittschuhfahrt auf den zugefrorenen Bergkamener Gewässern eine hochgefährliche Angelegenheit.

Winterhoch „Cooper“ hat Bergkamen fest im Griff. Das allerdings auch erst seit wenigen Tagen. Deshalb ist eine Schlinderpartie oder Schlittschuhfahrt auf den zugefrorenen Bergkamener Gewässern eine hochgefährliche Angelegenheit. Die Eisdecke ist trotz des Kälterekords in der Nacht zu Freitag von weniger als minus 12 Grad oft nicht dick genug und deshalb auch nicht tragfähig.

Von solchen Warnungen ließen sich am Freitagmittag eine Reihe von Kindern wenig beeindrucken. Sie tollten auf der erstarrten Mergelkuhle in Bergkamen-Mitte herum. Allerdings gibt es dort auch kein Hinweisschild, das das Betreten der Eisfläche verbietet.

Wasserpark

Wasserpark mit Eis am frühen Morgen

Doch solche Verbote nützen, auch wenn sie mit „Der Bürgermeister“ wie am Wasserpark an der Friedenskirche unterzeichnet sind, im Zweifelsfall wenig. Dort zeigt die Eisfläche trotz mehrerer Verbotsschilder deutliche Benutzungsspuren. Wer sich diesen Teich genau ansieht, kann die Hauptgefahrenquelle bei einem Spaziergang auf dem Eis sofort erkennen. Trotz der bitteren Kälte fließt am westlichen Ende des Gewässers an der Böschung zur Gedächtnisstraße weiterhin Wasser ein, das vorher in dem gegenüberliegenden kleinen Schilfteich gereinigt wurde. Verabschiedet haben sich dort allerdings die Enten. Sie haben sich auf die Suche nach größeren, noch offenen Gewässern gemacht.

Beversee

Eine erste Adresse für die Stadtwasservögel ist der Beversee. „Der ist jetzt zugefroren. Dann müssen sie zum Ternscher See fliegen“, erklärt der Leiter der Biologischen Station, Klaus Klinger. Menschen sollten sich in der kalten Jahreszeit unbedingt von den Wasservögeln fernhalten, bittet er. Nahrung gebe es ohnehin nur wenig und jede Flucht verbrauche Energie.

Viele Enten suchen stehende Gewässer auf, andere kommen aber auch mit den Verhältnissen auf einem Fluss zurecht. An der Lippe gibt es zurzeit ein großes Stelldichein von Schnattertieren, Gänsen und anderem mehr.

Kanal

Die Marina Rünthe ist zugefrohren

Eine regelrechte Sensation war in den Lippeauen vor wenigen Tagen zu beobachten. Dort hatten mehrere Trupps von Kranichen mit insgesamt 150 Tieren auf der Flucht vor der sibirischen Kälte einen Zwischenstopp eingelegt. Dies sei das erste Mal seit sehr vielen Jahren gewesen, dass Kraniche in den Lippeauen gesichtet wurden.

Ebenfalls eine Seltenheit ist Eis auf dem Datteln-Hamm-Kanal bilden. Dort haben sich dünne Eisschollen gebildet. Der Einsatz von Eisbrechern wie auf anderen Kanälen in NRW ist dort allerdings noch nicht notwendig. Ziemlich fest im Griff des Packeises befindet sich allerdings bereits die Marina Rünthe.

Heino Baues

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