Runder Tisch will Zeitpaten einsetzen
01.07.2010 | 18:12 Uhr 2010-07-01T18:12:00+0200Bergkamen.Der Runde Tisch gegen Kinderarmut plant, Zeitpaten einzusetzen, die Kinder im Bereich Bildung begleiten. Auf dem 2. Treffen des Tisches kamen die Teilnehmer darin überein, dass die Idee sinnvoll sei, weil so die Familien direkt gestärkt würden. Das sagte Pfarrerin Petra Buschmann-Simons, eine der Initiatoren aus der Friedenskirchengemeinde, unserer Zeitung. Zeitpaten könnten Familien Zeit schenken: etwa mit den Kindern und Jugendlichen lesen, Hausaufgaben machen, Bewerbungen schreiben. „Ein Zeitpate wäre mehr als ein Babysitter, er wäre ein Lebensbegleiter“, so Buschmann-Simons. „Jemand, der dem Kind zeigt, dass Lesen toll, dass Bildung attraktiv ist. Jemand, der einfach mal sagt: Du schaffst es, ich habe es auch geschafft.“
Dafür will der Runde Tisch Ehrenamtliche suchen, mit Hilfe einer internen Börse. Zudem werde man um die Eltern betroffener Kinder werben müssen, so die Pfarrerin. Genaue Konzepte wollen die Teilnehmer im September vorstellen, wenn der Runde Tisch zum 3. Mal zusammenkommt.
Am 2. Runden Tisch stellte zudem Diakonie-Pfarrerin Anja Josefowitz den Sozialbericht des Kreises Unna vor. „Der Bericht hat gezeigt, dass Kinderarmut im Kreis Realität ist“, sagt Buschmann-Simons, „und dass vor allem der Nachwuchs alleinerziehender Frauen betroffen ist, ab einer Anzahl von drei Kindern.“
Keiner der eingeladenen Kinderärzte erschien am Runden Tisch. Die Schulvertreter konnten aufgrund der Konferenzen nicht kommen. Nur Martina Tebbe, Leiterin der Heide- und der Hellweg-Hauptschule, erschien. „Wir geben nicht auf und werden im September wieder Ärzte und Schulen einladen“, kündigte Buschmann-Simons an.
0mitdiskutieren