Realschule wurde 50
15.11.2009 | 16:50 Uhr 2009-11-15T16:50:00+0100
Oberaden. „Es ist ein tolles Gefühl wieder hier zu sein", war Alexander Philipp überzeugt. Da war er nicht alleine. So ging es vergangenen Samstag vielen ehemaligen Schülern der Realschule Oberaden.
Denn die älteste Realschule im Kreis Unna hat anlässlich ihres 50-jährigen Bestehens zu einer offiziellen Feierstunde in die Bildungseinrichtung geladen.
Jubiläumsfeier, Klassentreffen und großes Wiedersehen in einem: Jeder, der sich mit der Realschule Oberaden verbunden fühlt, hat sich das Ereignis nicht entgehen lassen. Auch Alexander Philipp nicht. Obwohl er vermutlich den weitesten Anfahrtsweg von allen gehabt hatte. Der ehemalige Realschüler lebt und arbeitet nämlich in der Schweiz. Seit seinem Schulabschluss 1982 ist er nicht mehr in seiner Lernstätte am Pantenweg gewesen. Trotzdem hat er sofort alles wiedererkannt: „Optisch hat sich fast gar nichts verändert."
Nach 27 Jahren wieder in der Pausenhalle zu stehen, machte Alexander Philipp auch ein bisschen wehmütig. „Es war eine schöne Zeit." Eine Zeit, die er zu seinen Gunsten gut genutzt hat. Schließlich ist er nun beruflich erfolgreich in der Schweiz bei der Firma Hilti als EDV-Fachmann tätig.
Auch für Dieter Wiefelspütz bedeutete die Jubiläumsfeier ein großes Wiedersehen mit ehemaligen Lehrerinnen und Schulkameraden. Der 63-Jährige Bundestagsabgeordnete gehörte zu dem ersten Entlassjahrgang der Oberadener Realschule. „Die Zeit hier an der Schule hat mich auf die richtige Spur gebracht. Hier habe ich den Kompass für mein Leben bekommen", verriet der gebürtige Lünener.
Für die richtige Spur und den Kompass waren Helene Schilling und Ilse-Marie Fahsel verantwortlich. Die beiden ehemaligen Realschullehrerinnen haben „die Schule ins Leben gerufen”, erinnerte sich Helene Schilling. Sie wurde extra aus Dortmund-Mengede geholt, um an der Realschule Oberaden zu unterrichten. Denn 1969 war die Oberadener Bildungseinrichtung die einzige ihrer Art im Kreis Unna. „Dementsprechend gab es im gesamten Kreisgebiet nur Volksschullehrer", erinnerte sich die 88-Jährige. Rund fünf Jahre habe sie Mathematik, Physik und Chemie in Oberaden gelehrt. Ihre damalige Kollegin Ilse-Marie Fahsel war für Deutsch, Geschichte sowie für „die Neigungsfächer Musik und evangelische Religion” verantwortlich.
Die Realschule Oberaden startete im April 1959 mit zwei Klassen – bestehend aus 109 Mädchen und 132 Jungen, und zwar in der heutigen Preinschule als „Knaben- und Mädchen-Realschule Oberaden. „Ich wurde als Schülerin in dem heutigen Realschulgebäude nie unterrichtet", erzählte Christa Fahrenbrink, die wie Dieter Wiefelspütz zum ersten Entlassjahrgang gehört. Erst 1961 ließ die Gemeinde Oberaden das Gebäude am Pantenweg bauen. 1964 konnte es schließlich bezogen und genutzt werden - bis heute.
Abgesehen von kleineren Veränderungen sieht auch heute noch, 45 Jahre nach Fertigstellung der Schule, das Gebäude aus wie früher. Begrünungstechnisch hat sich in den vergangenen Monaten aber auf jeden Fall etwas getan: Anlässlich des 50. Geburtstag der Realschule Oberaden hat die GSW 14 Bäume gespendet. Am Samstag legte dann sogar Schulleiterin Martina Rudzynski selber Hand an und pflanzte den letzten Urweltmammutbaum mit Hilfe von GSW-Organisationsleiter Jörg Schubert und Bürgermeister Roland Schäfer.
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