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Nicht die einzige Katastrophe

19.02.2010 | 18:00 Uhr

Das Grubenunglück am 20. Februar 1946 war nicht die einzige Katastrophe, von der das Bergwerk Grimberg 3/4 betroffen waren.

Nach einer Schlagwetterexplosion am 11. September 1944 starben auf der Schachtanlage in Weddinghofen 107 Menschen. Der weitaus größte Teil waren Kriegsgefangene aus Russland und so genannte Fremdarbeiter.

Viele Opfer fanden ihre letzte Ruhestätte auf dem „Russenfriedhof” am Pantenweg.

Auslöser des Unglücks war der Ausfall der Elektrizitätsversorgung auf der Schachtanlage Grimberg 1/2 nach dem verheerenden Luftangriff der Alliierten auf die „Chemischen Werke Bergkamen”, die aus Kohle Treibstoffe unter anderem für die deutsche U-Boot-Flotte herstellten.

Sechs Bergarbeiter starben unter Tage kurz vor der Schließung der Schachtanlage Grimberg 3/4 infolge einer Methangasexplosion am 15. April 1992. Im August 1993 klagte die Staatsanwaltschaft Dortmund zwei Steiger wegen fahrlässiger Tötung an. Sie wurden später in einer Gerichtsverhandlung freigesprochen.

Silke Hook/Heino Baues

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