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Neue Suche nach neuem Gewerbegebiet

26.02.2010 | 18:00 Uhr

Bergkamen. „Wir werden in diesem Jahr die Diskussion über ein neues Gewerbegebiet führen”, kündigt Bürgermeister Roland Schäfer an.

Gemeint ist damit allerdings nicht der Logistikpark, den die Stadt und die Wirtschaftsförderung des Kreises Unna gerne an der B 61/A2 (Lünener Straße) realisieren wollen.

Wenn Schäfer von einem neuen Gewerbegebiet spricht, meint er eine etwa 25 Hektar große Fläche in Rünthe oder Overberge für kleinteiliges, nicht störendes Gewerbe. „In den anderen Stadtteilen haben wir dafür keine Möglichkeiten.”

Die Suche nach dieser Gewerbefläche ist nicht neu, doch im vergangenen Jahr war das Thema erst einmal in den Schubladen verschwunden. Auslöser dafür war Regierungspräsident Diegel, der der Stadt Bergkamen mitgeteilt hatte, dass er keine weiteren Gewerbegebiete genehmigen werde, solange der Logistikpark an der A2 nicht belegt sei.

„Aber nun ist der Regierungspräsident nicht mehr für unsere Gewerbegebiete zuständig, sondern der Regionalverband Ruhr (RVR). Und der sieht das anders”, sagte Schäfer erfreut.

Die Stadt hat deshalb die Suche nach einem weiteren Gewerbegebiet wieder aufgenommen. Schäfer: „Wir wollen ja nicht sofort anfangen zu bauen. Das ginge ja auch gar nicht. Es geht uns nur darum, dass diese neue Fläche optional im Flächennutzungsplan eingetragen wird. Und der hat eine Gültigkeit von bis zu 30 Jahren.”

Wo diese Rünther oder Overberger Fläche liegen könnte, wird derzeit im Rahmen einer Umweltverträglichkeitsprüfung ermittelt. Denn weder Natur noch Menschen sollen (zu sehr) von der neuen Gewerbefläche beeinträchtigt werden. „Erst wenn wir die Empfehlungen kennen, wo die Fläche liegen könnte, werden wir mit den Grundstücksbesitzern sprechen”, sagt Schäfer, dem allerdings klar ist, dass es Grundbesitzer in Bergkamen gibt, die „nicht im Traum daran denken, ihre Flächen zu verkaufen.”

Doch noch stehe gar nicht fest, welche Fläche geeignet sei, sagt Schäfer. Erst müsse man das Ergebnis dieser Umweltverträglichkeitsprüfung abwarten. Das ändere aber nichts daran, dass die Stadt Bergkamen diese Fläche dringen benötige. „Wir haben nichts mehr”, betont Schäfer.

»Wir haben

nichts mehr.«

„Wenn ein Bergkamener Handwerker zu uns kommt, der eine neue Fläche als Ersatz für seinen zu klein gewordenen Betrieb sucht, können wir ihm nicht helfen.”

Zwar gebe es auf dem Bayer Schering-Gelände noch viel Platz für Neuansiedlungen, bestätigt Schäfer. Konkret: 30 Hektar: „Doch diese Fläche gehört uns nicht und wäre für Handwerksbetriebe ohnehin nicht geeignet.”

Claudia Behlau

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