Mehrgenerationen-Wohnanlage
08.09.2009 | 17:44 Uhr 2009-09-08T17:44:00+0200Bergkamen-Rünthe. Im Stadtteil Rünthe entsteht ein Mehrgenerationenhaus mit 15 senioren- und behindertengerechten Wohnungen. Am Dienstagmorgen war der 1. Spatenstich.
Symbolträchtig nahm Gabriele Stamm am Dienstagmorgen zum offiziellen Start des Neubaus eines Mehrgenerationenhauses mit 15 behinderten– und seniorengerechten Wohnungen einen Spaten in die Hand. Bereits Ende dieses Jahres sollen im ersten von insgesamt vier Gebäuden die Mieter einziehen können. Bauunternehmer Klaus-Dieter Kamann rechnet damit, dass der gesamte Komplex im März 2010 fertig gestellt ist.
Rund 1,5 Mio. Euro wird Gabriele Stamm bis dahin investieren. Ein großer Teil davon kommt als zinsgünstiger Kredit der Kreditanstalt für Wiederaufbau. Bedingung ist, dass die Gebäude unter modernen Gesichtspunkten einen höchst sparsamen Energieverbrauch haben.
Noch nicht restlos entschieden ist, welche Technik für Wärme sorgen wird. „Höchstwahrscheinlich wird es ein kleines Blockheizkraftwerk sein”, erklärt Installateur Stephan Siefer aus Weddinghofen. Hierbei handelt es sich um einen mit Erdgas betriebenen Motor, der nicht nur für angenehme Temperaturen sorgt, sondern gleichzeitig auch Strom produziert.
„Ich will dadurch erreichen, dass meine Mieter nicht so viel für die Heizung bezahlen müssen”, erklärte Gabriele Stamm. Auf die Kostenbremse drückte sie aber auch schon in der Bauvorphase. „Ich habe bewusst auf einen Generalunternehmer verzichtet. Das spart etwa 30 Prozent der Baukosten.”
Die einzelnen Gewerke wurden von ihr getrennt ausgeschrieben. Ein Nutznießer ist Andre´ Grzybinski, der Chef der Rünther Firma ATG, die bereits vor einer Woche die Tiefbauarbeiten auf der ehemaligen Wiese gegenüber dem Feuerwehrgerätehaus gestartet hat. Bei Generalunternehmen kämen Firmen wie seine kaum zum Zuge, erklärte er gegenüber der Redaktion.
Fast auf den Tag genau zwei Jahre sind seit der Bauvoranfrage für das Projekt verstrichen. Ein „Knackpunkt” war die direkte Nachbarschaft zu einem Metallbetrieb. Hier habe aber ein Lärmgutachten gezeigt, dass ein verträgliches Nebeneinander von Betrieb und Wohnanlage möglich ist, so Gabriele Stamm.
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