Geschenke für Kinder in Eritrea
30.11.2011 | 16:26 Uhr 2011-11-30T16:26:00+0100
Bergkamen. Zum dritten Mal, nach 2008 und 2009, ruft die Ev. Martin-Luther-Kirchengemeinde Bergkamen zu der Aktion Weihnachtsfreude für Eritrea auf.
Zum dritten Mal, nach 2008 und 2009, ruft die Ev. Martin-Luther-Kirchengemeinde Bergkamen zu der Aktion Weihnachtsfreude für Eritrea auf. Mit rund 200 Geschenkpäckchen soll gehörlosen Schülerinnen und Schülern in Eritrea samt ihrem Lehrpersonal ein Weihnachtsgeschenk zu ihrem Weihnachtsfest am 6. Januar bereitet werden.
Pakete müssen allegleichen Inhalt haben
Die Gemeinde ist Kooperationspartner der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Ev. Gehörlosenseelsorge, die zusammen mit der finnischen Kirche zwei Schulen in Eritrea finanziert, in Keren und Asmara mit insgesamt ca. 160 Schülerinnen und Schülern.
Die Martin-Luther-Kirchengemeinde sammelt die Päckchen, die aus ganz Deutschland ankommen und bringt sie am 19. Dezember nach Aschaffenburg zu einem katholischen Diakon, einem ehemaligen Mitarbeiter einer großen Airline. Er organisiert den Transport als Luftfracht von Frankfurt aus nach Asmara zwischen den Jahren. In Asmara werden die Päckchen von dem Schulleiter Mehdin Yohannes abgeholt und auf die Schülerinnen in Asmara und Keren aufgeteilt. Bei den letzten Aktionen hat es funktioniert, dass die Geschenke pünktlich zum dortigen Weihnachtsfest, am 6. Januar angekommen sind.
Im letzten Jahr musste die Aktion aus organisatorischen Gründen ausfallen, zur großen Enttäuschung der Menschen in Eritrea. Darum wird sie in diesem Jahr wieder aufgelegt.
Gesucht werden Menschen, die breit sind, ein Weihnachtspäckchen zu packen. Wichtig ist, dass alle Geschenkpäckchen den gleichen Inhalt haben. Sie dürfen auf keinem Fall Geld enthalten. das ist gut gemeint, verursacht aber vor Ort große Probleme mit der Gerechtigkeit, denn bei der „Bescherung“ werden die Geschenke gemeinsam geöffnet. Lediglich ein kleines Geschenk ist erlaubt: zum Beispiel ein kleines Spielzeug oder eine haltbare Süßigkeit, eine kleine Dose, ein kleines Plüschtier, ein Flummy oder Ähnliches.
Jedes Päckchen sollte neben dem Geschenk folgenden Inhalt haben: 5 Din A5 Hefte, 1 Päckchen Buntstifte. 2 Bleistifte, 1 Anspitzer, 1 Radiergummi, 2 Kugelschreiber, 1 Handtuch, 1 Stück Seife, ein Gruß (auf Englisch) „Merry Christmas and a Happy New Year” und den Absender.
Die Sachen dürfen nicht in einen Karton gepackt werden. Das nimmt zu viel Platz weg im Flugzeug. Alles wird in das Handtuch gewickelt und dann in Paketpapier eingepackt.
Abgegeben werden können die Päckchen im Gemeindebüro zu den Öffnungszeiten, In der Martin-Luther-Kirche oder in der Christuskirche im Zusammenhang mit dem Gottesdienst oder in den Ev. Kindergärten „Arche Noah“ oder „mittendrin“.
Die Aktion läuft bis zum 4. Advent, am 19. Dezember findet der Transport nach Aschaffenburg statt.
Die Situation der Schulen in Eritrea ist alles andere als freundlich. In den vergangenen Jahren ist mit deutscher Hilfe ein Schulbus für Asmara angeschafft worden, der im Frühjahr neu bereift werden konnte. In diesem Jahr sind jedoch die Lebensmittelpreise sprunghaft in die Höhe geschnellt, eine Folge der Dürre- und Hungerkatastrophe in Ostafrika. Der Rektor aus Keren, Zere Bekit, schreibt, dass für die Schule ein Budget von 550 000 Nakfa (=ERN) veranschlagt worden sei, was etwa 27 500 Euro entspricht, die tatsächlichen Kosten jedoch bei 1,7 Millionen, also ca. 85 000 Euro lägen.
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