Gästehaus nimmt Betrieb auf
09.02.2012 | 18:05 Uhr 2012-02-09T18:05:00+0100
Bergkamen. Landrat Mischael Makiolla hat gestern offiziell das neue Gästehaus an der Ökologiestation in Heil an den Betreiber, das Umweltzentrum Westfalen, übergeben
Was lange währt, wird endlich gut. An diese alte Volksweisheit hat mancher in der Festrunde am Donnerstag gedacht, als Landrat Michael Makiolla das Gästehaus an der Ökologiestation offiziell an das Umweltzentrum Westfalen übergab.
Bereit im Sommer vergangenen Jahre sollte es die ersten Übernachtungen geben. So lautete jedenfalls die optimistische Vorgabe beim ersten Spatenstich am 9. Dezember 2010. Doch dieser Terminplan konnte von den beteiligten Firmen nicht eingehalten werden, auch wenn der Rohbau selbst, weil er aus vorgefertigten Holzteilen wie ein Fertighaus nur zusammengesetzt werden musste, schnell in die Höhe wuchs.
Die letzte große Verzögerung gab es im vergangenen Herbst. Da wollte im Erdgeschoss der Estrich trotz des Einsatzes von Luftentfeuchtern einfach nicht trocknen. Kurzerhand wurde nochmals der offizielle Übergabetermin in den Februar verschoben.
Eine astreine Eröffnung gab es allerdings nicht, „nur“ eine gebührend gefeierte Schlüsselübergabe. Ursache ist, dass das Gästehaus längst in Betrieb gegangen ist. Das gilt nicht nur für Übernachtungen. Das Umweltzentrum benötigt vielmehr das zweite Gebäude auch, um das in den zurückliegenden Jahren erheblich erweiterte Angebot an Workshops, Vorträgen, Kursen und Tagungen reibungslos über die Bühne bringen zu können. So fand zum Beispiel am vergangenen Wochenende der Praxisworkshop zum Korbflechten nicht wie in der Vergangenheit in der Ökologiestation selbst, sondern in dem großen Gruppenraum des Gästehauses statt.
„Wir platzen mit den Angeboten in der Ökologiestation aus allen Nähten“, erklärte Betriebsleiter Ralf Sänger gegenüber der Redaktion. Das gilt übrigens auch für die Büroräume im ersten Obergeschoss der Ökostation. Der ursprüngliche Plan, dort auch die Lippetouristik unterzubringen, scheiterte an Platzmangel.
Hof Schulze Heil platzt aus allen Nähten
Erweiterungsmöglichkeiten gibt es dort nicht. Davor steht der Denkmalschutz, dem der ehemalige Hof Schulze Heil unterliegt. Dass die bei Einfamilienhäusern gebräuchlichste Art der Flächenerweiterung, der Dachbodenausbau, außerdem nicht in Frage kommen kann, dafür sorgen besondere Untermieter: Unterhalb des Daches hat sich die Schleiereule eingenistet und zieht dort ihre Jungen groß.
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