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Kanu-Verein Rünthe

Frauen paddeln gegen Brustkrebs

24.03.2011 | 16:54 Uhr
Frauen paddeln gegen Brustkrebs
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Bergkamen.  Eine Therapie der sportlichen Art im Drachenboot bietet das Brustzentrum Unna-Lünen ihren Patientinnen in Zukunft an in Zusammenarbeit mit dem Kanu-Verein Rünthe.

Eine Therapie der sportlichen Art bietet das Brustzentrum Unna-Lünen ihren Patientinnen in Zukunft an. Unter dem Motto „Paddeln gegen Brustkrebs“ sollen etwa 20 Frauen die Möglichkeit bekommen, unter der Leitung des Kanu-Vereins Rünthe auf einem Drachenboot ein Zusammengehörigkeitsgefühl zu erfahren.

Noch sei das Boot nicht einsatzbereit, sagte der Vereinsvorsitzende Volker Czarnetzki bei der Bootsübergabe am Vereinshaus in Bergkamen. Bei der Einweihungszeremonie am 2. April werde es einen Namen bekommen. Dann wird auch der bunte Drachenkopf an die Spitze des 12,42 Meter langen und 1,16 Meter breiten Paddelbootes befestigt sein. Auf zehn Sitzbänken können dann jeweils zwei Frauen Platz nehmen. Angeführt wird das Team von einer Trommlerin, die den Takt vorgibt. Eine Steuerfrau steuert das Gefährt mit einem Langruder vom Heck aus.

Der aus China stammende Drachenboot-Sport sei eine der blühendsten Teamsportarten weltweit, sagte Czarnetzki. Um die Gleichstellung der Paddel zu gewährleisten, müssten alle zusammenarbeiten. „Die Frauen werden zu einem Team zusammenwachsen. Das wird auch ihr Selbstwertgefühl steigern.“ Auch medizinisch ist der Paddelsport für die Patientinnen förderlich, fügte Chefarzt Dr. Donat Romann hinzu. Die rhythmischen Bewegungen und der leichte Kraftaufwand würden den Lymphdrüsenproblemen entgegenwirken, die durch die Krankheit und den damit verbundenen Operationen entstehen würden. „Außerdem ist es für die Patientinnen ein schönes Angebot, um in lockerer Atmosphäre zusammenzufinden,“ sagte Angelika Birkemper, Pflegeexpertin für Brustkrebserkrankungen.

Wann das Boot zum ersten Mal „in See steche“, könne man noch nicht sagen. Erst müsse man noch mehr Patientinnen für das Projekt mobilisieren. Drei Frauen haben sich derweil schon gefunden. Die freuen sich jetzt schon, wie sie sagen, auf „Bewegung, frische Luft und Lebensfreude.“ Trainiert werden sie dann von Volker Czarnetzki und Andreas Fabris vom Kanu-Verein. Ganz behutsam wollen sie die Frauen an den Sport heranführen. „Als erstes werden wir das Verhalten auf dem Boot und die Paddeltechnik angehen“, so Fabris. „Den Gleichklang werden die Frauen dann nach zwei bis drei Trainingseinheiten drin haben.“

Julia Katharina Kirstein

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