Feuerwehr sucht Quereinsteiger
12.02.2012 | 16:24 Uhr 2012-02-12T16:24:00+0100
Rünthe. Quereinsteiger sucht die Freiwillige Feuerwehr ausdrücklich in diesem Jahr. Vor allem auch Ältere. Bei der Löschgruppe Rünthe ist das längst Tradition. Auch im vergangenen Jahr verstärkten fünf von insgesamt sechs neuen Lebensrettern die 41 aktiven Wehrleute, die zuvor nichts mit der Feuerwehr zu tun hatten.
Einer davon ist Johannes Kreutzer. Der 23-Jährige ist zwar wie die anderen auch noch sehr jung, war aber bis vor kurzem feuerwehrtechnisch „unbefleckt“. Bis die Werksfeuerwehr bei seinem Arbeitgeber Bayer nebenberufliche Verstärkung suchte. „Feuerwehr war für mich schon immer ein Kindheitstraum – da habe ich die Gelegenheit beim Schopf gepackt“, erzählt Johannes Kreutzer. Er absolvierte im vergangenen Jahr den Grundlehrgang – und war „geimpft“. „Es macht einfach Spaß“, beschreibt er. Der Schritt zur freiwilligen Feuerwehr war eigentlich nur der logische Nächste. Ein Anruf, einige Besuche bei Übungsdiensten, das Kennenlernen der Fahrzeuge: „Ich bin hier prima aufgenommen worden“, freut sich Johannes Kreutzer.
Erfreulich waren auch die übrigen Tagesordnungspunkte bei der Jahresdienstbesprechung am Samstag. Mit 92 Einsätzen gab es nur zwei mehr als im Vorjahr. 3.464 Einsatzstunden leisteten die Wehrleute 2011 insgesamt. Mit Übungen, Lehrgängen und Sonderveranstaltungen kamen 7.450 Stunden zusammen. Vor allem die Türöffnungen für hilflose Personen sind dabei immer häufiger geworden. Allein in diesem Jahr war die Wehr bei 13 Einsätzen sieben Mal aus diesem Grund im Einsatz. Ungewöhnlich war auch die Hilfeleistung für eine Katze, die mit dem Kopf im auf Kipp gestellten Fenster eingeklemmt war, während die Besitzer außer Haus waren. Das Tier überlebte.
Auch die Brandschutzerziehung in Schulen und Kindergärten spielten 2011 eine große Rolle. Zusätzlich schulten die Wehrleute die Hausfeuerwehren in den Rünther Geschäftshäusern. Ein großer Erfolg war die erste Glühweinparty. Die wird 2012 wiederholt – diesmal am Samstag vor dem 1. Advent. Auch sonst gibt es schon ein volles Veranstaltungsprogramm: Eine Radtour und ein Besuch mit den Familien bei den Karl-May-Festspielen stehen an. Auch der der Umbau des Gerätehauses, der 2014 in Angriff genommen wird, wirft seine Schatten voraus: Aktuell wird geklärt, wo die Feuerwehr in der Zeit des Umbaus unterkommen wird. Eine Halle auf dem Gelände des Schachtes III könnte von einem Unternehmer gestellt werden.
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