Endlich artgerecht untergebracht
28.01.2010 | 17:38 Uhr 2010-01-28T17:38:00+0100Bergkamen. Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Friedrich Ostendorff hat jetzt sein ihm zustehendes Büro gezogen.
„Es ist so weit: Vier Monate und einen Tag nach der Bundestagswahl bezieht Friedrich Ostendorff MdB aus Bergkamen seine Büroräume im Bundestag. Vorbei ist die Zeit, in der Ostendorff und seine vier Mitarbeiter auf 15 Quadratmeter die vielfältige Arbeit eines Bundestagsbüros erledigen mussten”, lautet die Jubelbotschaft aus Berlin.
„Das war nicht artgerecht!”, so Ostendorff, der sich als agrarpolitischer Sprecher der Grünen mit Haltungsbedingungen auskennt, „Vier Monate von insgesamt vier Jahren Legislaturperiode unter diesen Bedingungen zu arbeiten- das war schon ein echter Wettbewerbsnachteil gegenüber meinen Kolleginnen und Kollegen im Bundestag!”
Und sogar jetzt ist seine Bürosituation noch nicht völlig geklärt. „Abgesehen davon, dass Möbel und Ausstattung portionsweise geliefert werden, funktioniert die ganze IT-Ausstattung in meinem Wahlkreisbüro noch nicht!”, so Ostendorff. „Mein Mitarbeiter im Wahlkreis Lothar Kemmerzell wartet noch immer auf den IT-Service des Bundestages!”. Dazu müsse man wissen, dass die Abgeordneten zur Behebung technischer Probleme keine regionalen Unternehmen beauftragen dürften. „Die Aufträge vergibt der Bundestag von Berlin aus, wodurch sich alles in die Länge zieht.”
Die Bundestagsverwaltung müsse generell überlegen, wie sie den Umzug nach Ablauf der Legislaturperiode besser organisiert. „Natürlich ist es ärgerlich”, so Ostendorff, „dass viele abgewählte SPD-Abgeordnete für sich ein lebenslanges Bürorecht beanspruchen und einfach nicht ausziehen!". Die Verwaltung sei in der Pflicht, das Recht der neugewählten Abgeordneten auf angemessene Arbeitsverhältnisse durchzusetzen. „Es kann nicht sein, dass der Bundestag abgewählten Abgeordneten ein Gewohnheitsrecht zugesteht!”
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