Bergschäden als Geburtstagspräsent
15.06.2011 | 18:33 Uhr 2011-06-15T18:33:00+0200
Oberaden. Eigentlich hat der SuS Oberaden derzeit genügend zu tun: Bergkamens zweitgrößter Sportverein (rund 2200 Mitglieder) wird schließlich 90 Jahre alt und will das am 9. Juli mit einem riesigen Fest feiern. Und so ein Fest will gut vorbereitet sein. Dennoch plagen zumindest die Leichtathletik-Abteilung, mit 420 Mitgliedern die größte der neun SuS-Abteilungen, derzeit ganz andere Sorgen. Denn die Laufbahn in Römerbergstadion ist abgängig. „Bergschäden“, vermutet Joachim Felgenhauer, Vorsitzender der Leichtathletikabteilung. Er trug das Problem deshalb bei der Veranstaltung „Bürgermeister vor Ort“ im Haus Heil vor.
Bergschäden? Bürgermeister Roland Schäfer mochte es kaum glauben, dass im Jahr 2011 im Stadtteil Oberaden neue Bergschäden entstanden sein sollen. Doch Joachim Felgenhauer versicherte, dass andere Ursachen (etwa Baumwurzeln) bereits ausgeschlossen wurden und derzeit nur noch die Laufbahn Nummer 1und 2 genutzt werden könnten. Die Außenbahnen 3 und 4 dagegen würden in der Nordkurve regelrecht abbrechen. Ein Unfallrisiko, das auch dem städtischen Sportamt bereits mitgeteilt wurde.
Positive Veränderungen im Stadion
Bis dieses Problem behoben wird, können sich sich die SuS-Mitglieder wenigstens über einige positive Veränderungen in ihrem Stadion freuen.
So wurde gestern die neue Kugelstoßanlage fürs die Diskuswerfer fertiggestellt. „In Eigenleistung“, wie Joachim Felgenhauer voller Stolz mitteilte. Ebenfalls in Eigenleistung soll die Situation der Speerwerfer verbessert werden, die künftig auf zwei Seiten agieren können.
Noch in Geduld üben müssen sich allerdings die Besucher des Römerbergstadions. Sie müssen sich auf unbestimmte Zeit noch mit der nicht gerade optimalen Lautsprecheranlage auf der Tribüne bescheiden. Noch. Denn auch der Vorplatz soll künftig beschallt werden; das Kabel bis zum Lichtmast auf der Nordseite ist auch schon gelegt. Nur der Lautsprecher fehle noch, sagte Fehlgenhauer und schaute den Bürgermeister eindringlich und auffordernd an.
Auch beim Wettkampfbüro sind Änderungen geplant. Es soll umziehen - in den ebenerdigen Bereich an den Garagen - und damit näher zu den Sportlern.
Aktifit wird
zwangsversteigert
Keine Änderung zeichnet sich allerdings bei einer anderen Sportstätte ab. Das Aktifit - die ehemalige Kleinschwimmhalle nebst Fitnessstudio - steht leer. Auf Anfrage, was mit diesem „Schandfleck“ geschehen solle, konnte Bürgermeister Schäfer nur auf den bereits angesetzten Zwangsversteigerungstermin hinweisen. Ein potenzieller Interessent könne aber an dieser Stelle ebenfalls nur ein Sportangebot unterbreiten. Eine andere Nutzung sei auf der Fläche an der Legionärsstraße nicht gestattet.
Schäfer bezweifelt jedoch, ob noch einmal eine solche Nutzung in dem leer stehenden Gebäude stattfinden kann. Die Immobilie sei zwar äußerst günstig zu haben (Mindestgebot: 3 Euro), aber in einem so schlechten Zustand, dass ein hoher Investitionsaufwand notwendig sei.
Wie berichtet, hatte der ehemalig Besitzer , der neben dem kleinen Schwimmbad ein Fitnesscenter betrieb, Insolvenz angemeldet.
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