Beim TBC-Fall gibt es erste Entwarnung
03.02.2012 | 17:18 Uhr 2012-02-03T17:18:00+0100
Bergkamen. Eltern, Erzieherinnen und die 90 Kinder einer Bergkamener Kita können vorerst aufatmen. Die Ergebnisse der bei ihnen durchgeführten TBC-Schnelltest liegen vor. Keines deutet auf einen weiteren Tuberkulosefall hin.
Im von einer TBC-Erkrankung eins vierjährigen Mädchens betroffenen Bergkamener Kindergarten gibt es eine „halbe“ Entwarnung. Inzwischen liegen die Ergebnisse der Schnelltests bei den übrigen rund 90 Mädchen und Jungen sowie 20 Erzieherinnen und Erziehern vor, die nach dem 23. Januar durchgeführt wurden. Die haben keine weiteren Verdachtsfälle ergeben, erklärt Kreissprecherin Constanze Rauert.
Eine völlige Entwarnung konnte sie allerdings noch nicht aussprechen. Denn um ganz sicher zu gehen, wurden auch sogenannte TBC-Kulturen von den getesteten Personen angelegt. „Hier dauert es rund fünf Wochen, bis diese Ergebnisse vorliegen“, so Rauert. Vorsorglich hat sich das Kreisgesundheitsamt auf eine weitere Testreihe im März eingerichtet, falls dieser gründliche Test den Verdacht auf weitere TBC-Fälle erhärten sollten.
„Die Tuberkulose ist eine bakterielle Infektionskrankheit. Sie wird durch eine Tröpfcheninfektion übertragen und befällt am häufigsten die Lunge. Eine Ansteckung ist nur bei sehr engem und sehr langem Kontakt möglich“, erläutert der Amtsarzt des Kreises Unna, Dr. Bernhard Jungnitz.
„Nach einer Ansteckung muss es auch nicht notwendigerweise zu einem Ausbruch der Krankheit kommen. Oft ist der Körper in der Lage, den Erreger zu bekämpfen“, so Dr. Jungnitz weiter. Nach einer so überstandenen Infektion ohne einen Ausbruch der Krankheit ist der Körper gegenüber TBC immun.
Im Kreisgebiet gibt es jährlich rund 20 Neuerkrankungen an Tuberkulose bei rund 415.000 Einwohnern. TBC gehört zu den meldepflichtigen Krankheiten. Sie ist heute mit Medikamenten gut behandelbar und bei genauer Befolgung der ärztlichen Anweisungen ausheilbar.
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