Autobahnpolizei legt desolate Sattelzüge still
18.02.2010 | 16:07 Uhr 2010-02-18T16:07:00+0100Bönen. Fast ohne Bremswirkung, mit defekten Reifen und ungesicherter Ladung ist ein 36-jähriger Ukrainer am Mittwochabend in eine Polizeikontrolle geraten. Kurz zuvor hatte ihm die Polizei Münster schon die Weiterfahrt untersagt - aber der Mann fuhr trotzdem weiter.
Nicht genug, dass der Fahrer überhaupt mit einem derart kaputten Fahrzeug unterwegs war - der Sattelzug war zudem schon Stunden zuvor von Beamten des Polizeipräsidiums Münster auf dem Parkplatz "Resseler Mark" kontrolliert worden.
Die Kollegen aus Münster hatten dem 36-Jährigen die Weiterfahrt bis zur Behebung der Mängel untersagt und begleiteten den Fahrer zur Werkstatt. Der Mann jedoch fuhr vom Gelände der Werkstatt unbemerkt weiter.
Fahndung nach dem "Werkstatt-Flüchtling"
Die Polizei Münster gab daraufhin umgehend eine Fahndung an die Autobahnpolizei Dortmund weiter. Diese hielt den Sattelzug des 36-Jährigen auf dem Parkplatz "Kolberg" an. Nach erster Inaugenscheinnahme des, mit einem Sattelauflieger beladenen, Lkw veranlasste die Polizei, dass eine Bergungsfirma den Sattelzug auf ein Sicherstellungsgelände brachte.
Nach heutiger Begutachtung durch einen Sachverständigen stellte er fest, dass sowohl die Zugmaschine als auch der Auflieger und zu dem die Ladung als verkehrsunsicher einzustufen sind. Der gesamte Sattelzug wurde daraufhin durch die Beamten bis zur Beseitigung aller gravierenden Mängel sichergestellt.
Der 36-jährige Fahrer und Halter des LKW muss noch vor Ort eine Sicherheitsleistung von über 1.400 Euro hinterlegen. Die Reparatur dürfte sich im Bereich von mehreren tausend Euro bewegen.
Gefahrguttransporter mit defekten Bremsen
In einem weiteren Fall kontrollierte die Autobahnpolizei Dortmund am Donnerstagvormittag auf der A2 bei Beckum (Rastplatz Vellern-Nord) den Gefahrgutzug eines 44-jährigen Polen. Der Lkw war mit 22 Tonnen Schädlingsbekämpfungsmitteln beladen. Wegen zwei gerissener Bremsscheiben ließen die Beamten den Laster von einem Sachverständigen begutachten.
Auch hier stellte dieser fest, dass die Ladung des Sattelzuges nur mangelhaft gesichert war. Zudem waren Zugmaschine und Auflieger in einem verkehrsunsicheren Zustand. Auch in diesem Fall durfte der 44-Jährige seine Fahrt bis zur Behebung der Mängel nicht fortsetzen.
Illegal zweiten Tank eingebaut
Insgesamt muss der Fahrer aus Polen eine Sicherheitsleistung in Höhe von 1865 Euro zur Sicherung des Verfahrens hinterlegen. Auf Grund eines zweiten Treibstofftanks droht im obendrein noch ein Steuerstrafverfahren durch den Zoll.
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