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Jazz trifft in der Marina...

Abo-Rekord bei großer Kabarett-Reihe

11.08.2009 | 17:11 Uhr

Was zeichnet den BVB und das Bergkamener Kulturreferat gemeinsam aus? Beide können sich kaum noch vor Dauerkarteninhabern „retten”.

„Unsere Abonnentenquote in der Kabarett-Reihe liegt inzwischen bei 50 Prozent”, verkündete am Mittwoch Kulturreferentin Simone Schmidt-Apel am Mittwoch bei der offiziellen Vorstellung der neuen Programmhefte für die Kulturangebote sowie für die Kurse der Jugendkunstschule und des Bereichs Erwachsenenbildung.

50 Prozent bedeutet in diesem Fall, dass beim Start der Reihe am 10. September mit dem neuen Programm von Mathias Tretter, „Staatsfeind Nr. 11”, mindestens 200 Plätze im studio theater fest gebucht sind, vermutlich aber sind es dann noch mehr. In der vergangenen Saison wurden „nur” 160 Abos verkauft.

Für diesen sprunghaften Anstieg machte die Kulturreferentin vor allem die hohe Qualität aller Programmangebote verantwortlich. Ein anderer Grund ist sicherlich, dass der Abonnent nicht nur einen Rabatt erhält, sondern auch die Top-Zuschläge für die Gastspiele von Jürgen Becker und Wilfried Schmickler nicht zahlen muss

Das neue Programmheft, das jetzt in einer Auflage von 4000 Exemplaren erschienen ist, weckt kulturelle Vorfreude. Zum Beispiel auf die Neuauflage des Jazzfestivals der Hellweg-Kulturregion „Take Five”. Hier konzentriert sich Bergkamen vor allem auf die musikalische Begegnung des Jazz mit der Weltmusik im Trauzimmer der Marina Rünthe. Den Anfang machen der Bergkamener Gitarrist Buck Walters und sein Partner an den Percussions, Benny Mokross, die am 26. Oktober ihre neue CD „Tropical Turn” in Bergkamen vorstellen.

Jungs haben kulturellen

Nachholbedarf

Um den Kulturnachwuchs kümmert sich die Jugendkunstschule. Hier haben die beiden Leiter, Gereon Kleinhubbert und Ludger Kortendiek, beim angeblich „starken Geschlecht” einen ungeheuren Nachholbedarf ausgemacht. „Die Mehrzahl in den Kursen stellen die Mädchen”, lautet ihr Befund.

Deshalb gibt es im neuen Kursprogramm eine Reihe von Angeboten, die vor allem die Jungen stärker interessieren könnte. Den Anfang machte vor einigen Monaten das Projekt „Parkour”, eine Art Kunst-Sportart im freien Gelände, das fortgesetzt wird. Hinzu kommt zum Beispiel die Gestaltung von T-Shirts oder CD-Cover mithilfe der Siebdrucktechnik. Mit dem Angebot, selbstgemachte Musik zuhause mit dem Computer aufzunehmen, um sie vielleicht anschließend im Internet zu veröffentlichen, sollen die Jungs angelockt werden, die am liebsten vor dem Monitor und der Tastatur sitzen.

Heino BAUES

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