Abgeordneter seit Herbst "obdachlos"
07.01.2010 | 18:09 Uhr 2010-01-07T18:09:00+0100Bergkamen/Berlin. Seit mehr als drei Monaten schon ist der Bergkamener Bundestagsabgeordnete Friedrich Ostendorff quasi obdachlos.
Zwar sicherte sich der Grünen-Politiker bei der Wahl am 30. September so viele Stimmen, dass er in den Bundestag einziehen konnte. Aber der „Einzug” ist nur im übertragenen Sinne zu verstehen. Denn bis heute ist die Bundestagsverwaltung nicht in der Lage, Friedrich Ostendorff ein Büro zur Verfügung zu stellen. Und das wird sich wohl auch in absehbarer Zeit nicht ändern: „Erst vor ein paar Tagen bin ich informiert worden, dass auch im Februar noch kein Büro zur Verfügung stehen wird”, schnaubt Ostendorff.
Aus der Notlage heraus wurde Ostendorff mit vier grünen Mitarbeitern in ein Zimmerchen gestopft, in dem normalerweise zwei Praktikanten-Schreibtische stehen. „Können Sie sich diese Geräuschkulisse vorstellen, wenn da telefoniert wird?”, fragt Ostendorff entnervt, der derzeit seine erste Rede vor dem Bundestag – zur Haushaltssituation – vorbereiten muss. „Am 19. Januar soll ich die Rede halten. Aber in diesem Zimmer kann sich doch kein Mensch konzentrieren.” Und so macht Ostendorff das, was er seit Anfang Oktober immer tut: Er weicht in eines der Cafe´s in der Nähe aus („Ich kenne sie mittlerweile alle”), um in Ruhe arbeiten zu können. Dort führt er auch alle notwendigen Gespräche, denn auch das ist in dem 5-Mann-Behelfszimmer nicht möglich.
„Unter aller Kanone”, findet Ostendorff diese Situation, in der sich übrigens noch weitere vier von ingesamt 617 Abgeordneten befinden.
Natürlich gibt es in Berlin genügend Büros für alle 617 Abgeordneten und ihre Mitarbeiter. Auch für Ostendorff. Und er kennt seinen offiziellen, aber nicht nutzbaren Arbeitsplatz auch. „Das sind drei Zimmer im dritten Stock.” Doch diese werden noch von einem FDP-Mann belegt. Der wiederum wartet darauf, dass er in sein neues Büro im vierten Stock – die FDP-Etage – umziehen kann. Der Haken: In den oberen Etagen haben mehrere Sozialdemokraten, die aus dem Bundestag geflogen sind, ihre Büros noch nicht geräumt.
»Man kann keinen klaren Gedanken fassen«
„Die Bundestagesverwaltung kriegt das einfach nicht in den Griff”, ärgert sich Ostendorff.
Zwar habe es im Bundestag durch die Wahl zugegebenermaßen einen großen Personalwechsel gegeben. Doch nach drei Monaten müsse man eine neue Büroaufteilung doch umsetzen können, meint Ostendorff.
Schwacher Trost: Auch die Praktikanten befinden sich im Niemandsland, weil ihr Zimmerchen derzeit von Ostendorff und seinem Termin blockiert wird.
11:40
Dieser Mann ist sowas von unsympathisch so das ich gar nicht verstehen kann das er überhaupt gewählt wurde .
Er ist nicht in der Lage mal zu grüßen und wenn er zu seinen Feldern fährt ist er kurz davor Fußgänger und Hunde Umzugfähren .
Wir kaufen gern Bio und Neuland aber bei diesem Misemuffel nicht !!!
09:01
na das sind ja mal Schicksalsschläge.....
kein möbliertes Büro für einige Wochen organisieren können aber 80 Millionen regieren wollen !? das läßt mich doch ein wenig an den 617 zweifeln