Zu wenige Bewerber
03.08.2010 | 18:18 Uhr 2010-08-03T18:18:00+0200
Mellen.Zum Abschluss des Mellener Schützenfestes sind die Besucher noch einmal über Tisch und Bänke gegangen. „Die Stimmung war aber nicht nur am Montag sehr gut, sondern an allen drei Tagen“, so die Bilanz des 1. Vorsitzenden Dirk Neuhaus.
Sorgen bereitet dem Brudermeister allerdings das Vogelschießen, das in diesem Jahr sehr lange gedauert hat, weil sich keine Schützenbrüder unter die Vogelstange wagten. „Das Ganze war schon an der Schmerzgrenze“, erklärte Brudermeister Dirk Neuhaus, der froh darüber ist, dass sein Vorstandskollege Raimund Vedder-Stute die Regie unter der Vogelstange übernommen hat, nachdem das Gewehr für lange Zeit geschwiegen hatte.
Nach Meinung von Dirk Neuhaus dürfe es nicht sein, dass nur noch Vorstandsmitglieder und Uniformierte auf den Aar anlegen. „Es muss, was das Vogelschießen betrifft, ein Umdenken stattfinden“, sagt Dirk Neuhaus und spricht damit ein Thema an, das auch in anderen Bruderschaften inzwischen diskutiert wird, weil sich des Montags nur noch wenige Schützenbrüder unter der Vogelstange um die Königskette bemühen.
Vom Vogelschießen abgesehen, fiel das Fazit des 1. Vorsitzenden jedoch positiv aus. „Wir haben ein schönes und harmonisches Schützenfest gefeiert, ohne jeden Ärger“, sagte der Vorstands-Vorsitzende, der vor allem die Musik lobte. Die „Mammuts“ hätten an allen drei Tagen für eine tolle Stimmung in der Schützenhalle gesorgt.
Auch auf den Umsatz eingehend ist der Brudermeister zufrieden. „Wir haben wahrscheinlich ebenso viel Bier verkauft wie im Vorjahr. Die genauen Zahlen liegen aber noch nicht vor.“ Anders sieht dies beim Verkauf von Kaffee und Kuchen am Sonntag nach dem Festzug aus. Durch die Unterstützung der Katholischen Frauengemeinschaft Mellen sei es gelungen, alle Kuchen, die von den Frauen der Vorstandsmitglieder gebacken worden waren, zu verkaufen. Deshalb, so war gestern in Mellen zu hören, wird es auch auf dem Schützenfest 2011 wieder Kaffee und Kuchen geben.
Dann sind sicherlich auch die drei neuen Mitglieder dabei, die Brudermeister Dirk Neuhaus geworben hat, als am Sonntag die Schützenbruderschaft Eisborn in Mellen zu Gast war. „Der Schützenkönig der St.-Antonius-Schützenbruderschaft Eisborn, Florian Gurski, ist spontan in unsere Bruderschaft eingetreten. Dies gilt auch für ein je Mitglied vom Musikverein Balve und vom Trommlerkorps Eisborn“, freut sich Neuhaus, der jetzt mit seinen Vorstandskollegen und den „Grünröcken“ mit den Vorbereitungen für den Königs- und Offiziersball der Schützen aus dem Oberen Hönnetal beginnt. Denn die Schützenbruderschaft St. Hubertus Mellen ist am 2. Oktober ab 19.30 Uhr der Gastgeber. Dann wird auch Präses Josef Hültenschmidt dabei sein, denn nach Meinung von Brudermeister Dirk Neuhaus fühlt sich der Diakon sehr wohl in der Schützenbruderschaft, die für diesen Abend die „Mammuts“ vom Musikverein Balve verpflichtet hat.
Unterstützung erfahren die Gastgeber aus Mellen durch die dörflichen Vereine. Sie werden hinter der Theke stehen und die Gäste aus dem Obereren Hönnetal mit Getränken versorgen. Für die Speisen ist wie fast immer in Mellen Thomas Jedowski zuständig.
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