Wunschkonzert von Amicitia Garbeck erfüllt alle Träume

Garbeck.. Man nehme 100 hochmotivierte Musiker, ein anspruchsvolles und zugleich abwechslungsreiches Programm, füge noch eine große Portion an Spielfreude und eine Prise Perfektion dazu und heraus kommt ein gelungener Konzertabend, der keine Wünsche offen lässt. Das Wunschkonzert des Musikvereins „Amicitia“ Garbeck bot den gut 400 Besuchern am Wochenende in der stimmungsvoll geschmückten Schützenhalle zwischen Osterglocken und Kerzenschein über zwei Stunden lang Hörgenuss auf hohem Niveau.

Den Anfang machte das Vororchester unter der Leitung von Carolin Rath. Die jüngsten Musiker des Vereins zeigten, was sie in der „Amicitia-Akademie“ bereits gelernt haben und begeisterten ihre Zuhörer auch darüber hinaus – oder wie der Engländer sagt „Above and Beyond“, wie übrigens der erste Titel ihrer Darbietungen hieß.

Adele und „One Direction“

Dem Vororchester folgte das Jugendorchester auf die Bühne, allerdings nicht wie geplant unter der Leitung von Patricia Simon-Wegener, sondern mit Michael Ham­mecke an der Spitze, der die erkrankte Dirigentin vertrat. Mit aktuellen Stücken aus den Charts, etwa von der britisch-irischen Boygroup „One Direction“ oder dem Adele-Hit „Rolling In The Deep“ , bei dem das Publikum klatschend einstieg, überzeugten sie ihre Zuhörer, die es ihnen mit einem lang anhaltenden Schlussapplaus honorierten.

Den gelungenen Darbietungen der Nachwuchsmusiker folgte dann der Auftritt des Hauptorchesters unter der Leitung von Tobias Schütte. In gewohnter Konzertmanier eröffneten die Musiker ihr Programm mit einem Marsch, und zwar mit dem in Deutschland wohl bekanntesten italienischen Werk, dem „Venezia“-Marsch. Ihm folgte im ersten Teil des Konzertprogramms ein abwechslungsvoller Reigen durch die unterschiedlichen Musikrepertoires. Angefangen von der Polka über die Ouvertüre bis hin zu dem Konzertstück „Variants On An English Hymn Tune“ von Philip Sparke, bei dem Michael Jörgens als Solist am Euphonium brillierte.

Finale mit Udo Jürgens-Auswahl

Ebenso vielfältig und getragen von vielen großen Werken aus bekannten Opern präsentierte sich auch der zweite Teil des Wunschkonzertes, der sein krönendes Finale in einer erlesenen Auswahl an Udo Jürgens-Stücken fand, die das Hauptorchester zu Ehren des jüngst verstorbenen Komponisten und Sängers vortrugen. Insgesamt also ein stimmiges und anspruchsvolles Programm, das die Musiker mit Bravour meisterten. Nicht ohne Grund wurde das Hauptorchester erst nach den Zugaben von der Bühne entlassen. Und wie soll es in gewohnter Manier in Garbeck auch anders sein, durfte der „Fliegermarsch“ an dieser Stelle auf keinen Fall fehlen.