Wenn das Wasser raus ist, beginnt die Arbeit

Große Grundreinigung auch in den Katakomben des Hallenbades: Hier reinigt Markus Lazer-Weber den Schwallwassertank mit einem Sauger.
Große Grundreinigung auch in den Katakomben des Hallenbades: Hier reinigt Markus Lazer-Weber den Schwallwassertank mit einem Sauger.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Ein trostloses Bild bietet in diesen Tagen das Balver Hallenbad.

Balve..  Ein trostloses Bild bietet in diesen Tagen das Balver Hallenbad. Wo sonst 430 000 Liter Wasser zum fröhlichen Badespaß einladen, herrscht gähnende Leere. Das große Becken ist trocken, nur in einer Ecke stehen ein Hochdruckreiniger und ein paar Schrubber. „So sieht das während unserer alljährlichen Wartungs-, Reinigungs- und Reparaturarbeiten immer aus“, erklärt Ernst-Reiner Schulte aus dem Rathaus. „Einmal im Jahr müssen wir das Becken leerlaufen lassen, sonst könnten wir unbedingt erforderliche Arbeiten nicht erledigen.“

Tagelang waren städtische Mitarbeiter damit beschäftigt, jeden Quadratzentimeter des Beckens sorgfältig zu reinigen. Weil das Balver Bad einen Hubboden besitzt, der im Wasser schwimmt, müssen neben den vier Seitenwänden gleich drei große Bodenflächen gereinigt werden. Auch die Hydraulikstempel unter dem Hubboden können nur bei restlos entleertem Becken gesäubert werden.

Wenn das Bad schon einmal wasserlos ist, wird auch gleich die Technik überprüft und repariert. In diesem Jahr stand die Filteranlage im Mittelpunkt. „Da haben wir tote Leitungen abgeklemmt, andere Leitungen erneuert und die Steuerklappen ausgetauscht“, erzählt Ernst-Reiner Schulte. „Das dient auch dem besseren Schutz vor Legionellen“, ergänzt Michael Bathe, Allgemeiner Stellvertreter des Bürgermeisters. Probleme mit diesen gefährlichen Erregern habe man im Balver Bad zwar nicht, aber Vorsorge werde im Balver Rathaus sehr wichtig genommen, so Bathe.

Einmal pro Monat wird das Hallenbad-Wasser von einem Hygiene-Institut aus Gelsenkirchen überprüft. Deren Mitarbeiter kommen unangemeldet und entnehmen an vier Stellen Wasserproben. „Die haben Schlüssel für das Bad, und wir wissen wirklich nicht, wann sie kommen“, betont Ernst-Reiner Schulte. „Beanstandungen gibt es nur ganz selten. Und dann liegen wir auch nur minimal über einem Grenzwert. Das ist völlig undramatisch. Ich habe es in all den Jahren noch nie erlebt, dass unser Wasser nicht den chemischen Anforderungen der Badeordnung entsprach.“

Auch Michael Bathe ist froh über die unangekündigten regelmäßigen Wasserkontrollen: „Als Betreiber des Hallenbades sehen wir das sehr positiv. So wissen wir, dass die Wasserqualität in Ordnung ist.“ Mit der aufgewerteten Filteranlage sollen Probleme auch in Zukunft erst gar nicht aufkommen.

Bürger brauchen Geduld

Bis die Balver Bürger im Hallenbad wieder ihre Bahnen ziehen können, müssen sie sich noch etwas gedulden. „Nach derzeitigem Stand werden wir das Bad bis einschließlich 21. Januar geschlossen lassen müssen“, sagte Michael Bathe gestern beim Ortstermin. „Wenn es keine technischen Probleme gibt, wird am Donnerstag, 22. Januar, wieder zu den normalen Zeiten geöffnet.“