Was die Balver im Jahr 2014 geklickt haben

Um den Fußballer, der im März auf dem „Krumpaul“ mit einem Herzinfarkt zusammen gebrochen war, haben sich viele Menschen Sorgen gemacht.
Um den Fußballer, der im März auf dem „Krumpaul“ mit einem Herzinfarkt zusammen gebrochen war, haben sich viele Menschen Sorgen gemacht.
Foto: Richard Elmerhaus
Was wir bereits wissen
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Balve..  Ein Besuch unserer Internetseite www.westfalenpost.de/balve oder der WP-Facebook-Seite lohnt sich. Denn wir versuchen aktuell und „am Puls der Zeit“ für Sie zu berichten – im Print und im weltweiten Netz. Das Internet ist auch für uns ein guter Gradmesser dafür, was die Balver interessiert und bewegt. Deshalb listen wir 14 Artikel auf, die im Jahr 2014 am meisten im Netz geklickt worden sind. Auf die Berichte über Unglücke hätten wir liebend gerne verzichtet. Es gibt aber auch einige Überraschungen.

Platz 1 (5869 Besucher): „Fußballer der SG Balve/Garbeck bricht bei Training zusammen – Lebensgefahr“:

Zum Glück, dass sich am 7. März unter den Altherren-Fußballern der SG Balve/Garbeck mit Björn Bender und Sebastian Bertsch zwei Feuerwehrkameraden befanden, die genau wussten, was in der lebensbedrohlichen Situation zu tun war. Gemeinsam mit „Oskar“ Müller und später auch den Rettungssanitätern aus Balve schafften sie es, den 55-Jährigen zu reanimieren, der im Trainingsspiel auf dem Sportplatz „Am Krumpaul“ einen schweren Herzinfarkt erlitten hatte.

Der Hönnestädter wurde im Kreiskrankenhaus in Lüdenscheid für drei Tage in ein künstliches Koma versetzt. Er schwebte in Lebensgefahr. Am 5. April dann die Entwarnung: „SG-Altherren-Fußballer auf dem Weg der Besserung“ berichtete die WP – und auch wir waren sehr froh darüber.


Platz 2 (4232 Besucher): „Jäger stirbt auf der Treibjagd“:

Große Betroffenheit im Ortsteil Eisborn und weit darüber hinaus: Ein Jäger aus Sundern-Enkhausen war Mitte Oktober bei einer Treibjagd ums Leben gekommen, aber nicht durch einen Jagdunfall, sondern wahrscheinlich durch einen Herzinfarkt. „Wir können äußere Einwirkungen, wie beispielsweise eine Schussverletzung, ausschließen“, erklärte die Polizei im Märkischen Kreis auf WP-Nachfrage.


Platz 3 (4118 Besucher): „Realschüler legen sich mit ihrer Rektorin an“:

Dass die Jugendlichen in sozialen Netzwerken gut miteinander vernetzt sind, zeigte sich bei diesem Bericht: Denn kurz nach Veröffentlichung schossen die Zahlen in die Höhe. Der Grund: Realschulleiterin Nina Fröhling hatte den Schülerinnen und Schülern der 10. Klasse bei den Winterspielen vier Trommeln weggenommen, um den Unterricht nicht zu stören. Die Empörung der Jugendlichen, die in einen Sitzstreik traten, war groß: „Als wir die Trommeln zum Einsatz gebracht haben, war gar kein Unterricht. Wir haben nur in der Pause getrommelt. Das hat gereicht, um uns die Trommeln wegzunehmen.“


Platz 4 (3693 Besucher): „Unwetter im Stadtgebiet Balve – Straßen und Keller überflutet“:

Klar, dass das Unwetter am 28. Juli 2014 die Menschen im Stadtzen­trum bewegt hat. Denn kaum ein Geschäft, kaum ein Wohnhaus, kaum ein Keller, der nicht unter Wasser stand. Balve belegte an diesem Tag deutschlandweit Platz drei in der Niederschlagsstatistik mit 91 Litern pro Quadratmeter.


Platz 5 (3508 Besucher): „Millionenschaden durch Unwetter “:

Einen Tag später wurde erst das ganze Ausmaß des Unwetters deutlich. Es war das schwerste Hochwasser seit mehr als 30 Jahren in der Hönnestadt.


Platz 6 (3387 Besucher): „Balver Fahrlehrer hetzt Überfallkommando auf Schüler“:

Weil er einen seiner Schüler als Einbrecher bezichtigte, stand ein Fahrlehrer aus Balve Ende März vor Gericht. Er soll bei einer Fahrstunde aus Rache ein Überfallkommando organisiert haben, das zwei Fahrschüler bedrohte. Die Fahrstunde endete für sie in Todesangst auf einem einsamen Feldweg. Das Gericht verurteilte den Fahrlehrer als Auftraggeber und den Schläger wegen versuchter gemeinschaftlicher Nötigung in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung zu insgesamt 3000 Euro Geldstrafe.


Platz 7 (3222 Besucher): „Schwerer Verkehrsunfall auf der B 229“:

Freitagabend, 17. Oktober 2014: Zahlreiche Einsatzkräfte sind vor Ort, nachdem ein Mann auf der B 229 von Benkamp in Richtung Langenholthausen aus ungeklärter Ursache auf die Gegenfahrbahn geriet und mit dem Wagen einer dreiköpfigen Familie kollidierte. Dahinter fuhr noch ein Fahrzeug mit vier Personen auf. Wer die Fahrzeugwracks sah, weiß, wie viel Glück die Insassen hatten. Wie durch ein Wunder gab es zum Glück nur acht leicht verletzte Personen.


Platz 8 (3150 Besucher): „Rettungseinsatz beim Vogelschießen – 20-Jähriger rutscht aus“:

Das Unglück von Claudius Spelsberg abseits der Vogelstange in Volkringhausen hat viele Menschen bewegt. In der Folgezeit rollte eine wahre Hilfswelle für den jungen Mann an. Sie gipfelt in einer Benefizparty am 17. Januar in der Schützenhalle in Volkringhausen.


Platz 9 (3145 Besucher): „Liesa Müer aus Balve im Finale“:

Freudige Nachricht am 7. Oktober 2014, die sich – nicht nur unter Schützen – rasend schnell verbreitete: Liesa Müer aus Balve, die Schützenkönigin der St. Petrus und Paulus Bruderschaft Affeln, hatte beim WP-Schützenköniginnen-Wettbewerb das Regionalfinale der besten zehn Regentinnen aus dem Hönnetal gewonnen. Im Superfinale belegte die Balverin den guten 4. Platz und feierte bis in den Abend mit Gewinnerin Anna Kampmann (St.-Antonius-Bruderschaft Langscheid).


Platz 10 (3104 Besucher): „Kampf um das Leben von Muhammet Eren“:

Die Mitglieder der DITIB Türkisch-Islamischen Gemeinde in Balve schlossen sich einer Unterschriftenaktion an, damit der Junge auf eine Liste für eine Herztransplantation kommen sollte. Die Ärzte in der Uniklinik Gießen lehnten eine Transplantation ab, mit der Begründung, das Kleinkind könne wegen seiner Hirnschädigung nach deutschem Recht nicht auf die Warteliste für ein Spenderorgan aufgenommen werden. Muhammet Eren verlor den Kampf um ein Spenderherz. Der Zweijährige starb im November in einem Krankenhaus in Istanbul an den Folgen seiner Erkrankung.


Platz 11 (2829 Besucher): „20-Jähriger spürt seine Beine nicht mehr“:

Die Berichterstattung um den Gesundheitszustand von Claudius Spelsberg aus Volkringhausen hat die Menschen in der Hönnestadt und darüber hinaus tief bewegt.


Platz 12 (2814 Besucher): „Oberst fällt vom Pferd beim Schützenfest“:

Unfall auf dem Schützenfest in Garbeck: Der Oberst hatte versucht, eine Frau auf das Pferd zu ziehen. Warum das Vorhaben nicht glückte und der Schimmel stattdessen bockte, so dass der Oberst aus dem Sattel fiel und die Frau auf die Straße stürzte, dafür gibt es bis heute keine Erklärung. Der Oberst stand unter Schock, die Frau kam mit einer leichten Gehirnerschütterung und einer Platzwunde vergleichsweise glimpflich davon.


Platz 13 (2379 Besucher): „Bier in Weihwasserbecken von Kirche in Balve gekippt“:

Nicht nur der Kirchenvorstand St. Blasius in Balve war entsetzt: Am 17. Juni hatten mehrere Personen Bier in ein Weihwasserbecken der Pfarrkirche St. Blasius geschüttet. Sie wurden dabei von einer Videokamera gefilmt. Wenig später konnten die Jugendlichen der weiterführenden Schulen in Balve ermittelt werden. „Sie haben sich entschuldigt. Ihnen war nicht bewusst, dass sie damit das religiöse Gefühl vieler Menschen verletzt haben“, sagt Pfarrer Andreas Schulte.


Platz 14 (2181 Besucher): „Katakombenpakt in Zeiten von Tebartz-van Elst“:

Glückwunsch! Mit dem Thema hat das Kolpingforum ins Schwarze getroffen. Der Katakombenpakt erhielt mit der Diskussion um den Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst wieder traurige Aktualität. „Er hat ein Haus zum Einsturz gebracht“, sagte der Referent des Abends, Pfarrer Norbert Arntz.