Von der kleinen Gemeinde zur europäischen Klimakommune

Foto: WNM

Balve/Saerbeck..  Im Münsterland hat sich die kleine Gemeinde Saerbeck (ca. 7300 Einwohner) zur europäischen Energie- und Klimakommune entwickelt. Sie steht für eine gelungene Energiewende, und das ist nicht zu übersehen: Kilometerweit fallen sieben Windräder ins Auge, die außerhalb des Ortes auf dem Gelände eines ehemaligen Munitionsdepots der Bundeswehr stehen.

Im Jahr 2000 wurde damit begonnen, erste Solarzellen auf einer Schule anzubringen und den Austausch von Heizungspumpen in Einfamilienhäusern vorzunehmen. Seit Jahren findet regelmäßig ein Energiestammtisch statt, bei dem die Bürger über Möglichkeiten der Umsetzung ihrer privaten Energiewende beraten werden. Regelmäßig gibt es Vorträge, Exkursionen und Gespräche rund um das Thema Energie.

Eine Heizzentrale mitten im Ort, befeuert mit Holzpellets, versorgt im Umkreis von 900 Metern öffentliche Gebäude und die Kirche mit Wärme. An den Gebäuden führt ein „Energie-Lehrpfad“ vorbei, der auf Infotafeln das Energie-Projekt erklärt.

Die Gemeinde war in der Lage, über ehemaligen Munitionsbunkern 38 000 Quadratmeter Solarzellen mit einer Nennleistung von sechs Megawatt zu installieren. Zusätzlich befindet sich auf diesem Gelände eine Biogasanlage, mit dem Strom und Wärme in einem Blockheizkraftwerk erzeugt werden. Bis 2030 will die Gemeinde ihre gesamte Energieversorgung auf regenerative Energien umgestellt haben. Was das mit der Hönnestadt zu tun hat?

Das Programm

„Ist die Energiewende auch für Balve möglich?“ fragt sich das Kolpingforum und fährt am Montag, 13. April, unter der Leitung von Birgit Schäfer und Hermann Krekeler in die Energiestadt Saerbeck.

Folgendes Programm ist vorgesehen: 12 Uhr: Abfahrt mit dem Bus ab Jugendheim Balve; 14 Uhr: Begrüßung an der „Gläsernen Heizzentrale“ durch den Referenten Klaus Russel-Wells; Vorstellung des Projektes „Klimakommune Saerbeck“; ca. 15.30 Uhr: Fahrt in den Bioenergiepark, ca. 17 Uhr: Ende der Führung.

Für die Fahrtkosten, die Führung in Saerbeck und die Verpflegung muss voraussichtlich ein Kostenbei­trag von 15 Euro von Kolpingmitgliedern und von 20 Euro von Nichtmitgliedern erhoben werden.