Volksfest-Charakter wichtiger als Gewinn
12.09.2011 | 13:00 Uhr 2011-09-12T13:00:00+0200
Garbeck. Steht der Aufwand noch in einem vernünftigen Verhältnis zum Ertrag? Diese Frage stellte der 1. Vorsitzende der Schützenbruderschaft Garbeck, Bernward Lösse, am Samstagabend in der gut besuchten Schützenhalle.
Eine klare Antwort vermeidend, kündigte er an, dass sich die Schützenbrüder im Frühjahr mit dem Schützenfest 2012 und dem Bierpreis befassen werden. „Unser diesjähriges Schützenfest ist gut verlaufen. Wir verzeichnen einen besseren Umsatz als im Vorjahr, und dennoch beläuft sich der Gewinn auf lediglich 1 600 Euro“, ließ Brudermeister Lösse die staunenden Schützenbrüder wissen.
Weil für die Vorbereitung und Durchführung des Schützenfestes sehr viel Arbeit erforderlich ist und der Erlös des Hochfestes zum Unterhalt der Schützenhalle beitragen müsse, regte Bernward Lösse in der Herbstversammlung an, den Bierpreis zu erhöhen.
In den vergangenen drei Jahren ging das Glas Bier für 1,20 Euro über die Theke, während auf anderen Schützenfesten in der Hönnestadt 10 Cent mehr verlangt wurden. „Wir haben bisher von einer Erhöhung abgesehen, weil uns der Volksfest-Charakter wichtiger als das finanzielle Ergebnis ist. Jedem Garbecker muss es möglich sein, mit uns zu feiern“, begründete der Brudermeister die moderate Preisgestaltung der Schützenbruderschaft Heilige Drei Könige Garbeck.
Da jedoch die Ausgaben auf 50 776 Euro angestiegen sind, rechnete Bernward Lösse den Schützenbrüdern vor: „Wenn wir den Bierpreis um 10 Cent anheben, steigt unser Gewinn um 3 500 auf 5 000 Euro an.“
Schatzmeister Joachim Voigt ging in seiner Bilanz auf die Kosten für die Musikvereine ein. Resultat: Für die musikalische Fest-Umrahmung müssen die Garbecker 13 681 Euro auf den Tisch legen.
Daran wird sich auch 2012 nichts ändern. Denn die Herbstversammlung beschloss, den Musikverein „Hoffnung“ Hünsborn, den Musikzug Langenholthausen und ein Trommlerkorps, das gesucht wird, zu verpflichten.
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