Verabschiedungsraum wird deutlich schlechter genutzt als erhofft
10.02.2012 | 22:45 Uhr 2012-02-10T22:45:00+0100
Garbeck.Der Verabschiedungsraum in der Friedhofskapelle in Garbeck wird weit schlechter angenommen, als vom Vorstand des Fördervereins erhofft. Während die Kapelle im vergangenen Jahr 27-mal genutzt wurde, verabschiedeten sich die Angehörigen lediglich neunmal von ihren Angehörigen in dem eigens geschaffenen Raum.
Dies hat nach Meinung des 1. Vorsitzenden des Fördervereins Friedhofskapelle Garbeck, Franz Wiemann, zwei Gründe: Der Sarg muss, bevor er in den Verabschiedungsraum kommt, geschlossen werden. Damit entfällt die Verabschiedung. Die Urnenbestattung nimmt mehr und mehr zu. Hier erfolgt die Überführung des Toten sofort ins Krematorium. „Wer eine Verabschiedung in dem dafür vorgesehenen Raum miterleben durfte, wird sicherlich mit mir der Meinung sein, dass dieser gegenüber den bisherigen Gepflogenheiten sehr viel schöner und vorteilhafter ist“, sagte Franz Wiemann, um dann auf die Finanzen des Fördervereins Friedhofskapelle einzugehen.
Den Ausführungen des Vorsitzenden konnten die Besucher der Jahreshauptversammlung entnehmen, dass sich das Darlehen auf 61500 Euro beläuft. Ursache für den derzeitigen Stand ist die geringe Tilgung im Jahr 2011, die sich auf lediglich 4 500 Euro beläuft. Insgeheim habe der Vorstand auf eine schnellere Tilgung gehofft. Um den Schuldenstand zu senken, habe die Führungsriege an eine Anhebung der Nutzungsgebühren gedacht, diesen Gedanken aber wieder verworfen.
„Nach einem Gespräch mit der Bank ist es völlig unerheblich, ob wir das Darlehen in zehn Jahren abtragen oder eine längere Zeit benötigen“, informierte Wiemann und fügte hinzu: „Wir wollen den Benutzern der Friedhofskapelle einen finanziellen Vorteil bieten, deshalb haben wir die Kapelle vor 13 Jahren von der Stadt Balve gekauft. Die augenblickliche Finanzierung der Kapelle ist zwar auf Kante genäht, jedoch können wir unseren Verpflichtungen bis heute nachkommen.“ Diese Aussage bestätigte der Kassenbericht von Dieter Bathe, der mit einem leichten Plus endete.
Mehr Minus als Plus verkündete Schriftführer Reimund Schulte, als er auf die demografische Entwicklung in Garbeck einging. Dies gilt auch für Ortsvorsteher Christoph Haarmann, der in der Versammlung auf die Grundschule und Kindergärten einging. Reflektierend auf die Zahlen von Reimund Schulte müssen sich die Garbecker um ihre Grundschule sorgen. Denn im Jahr 2017 kommen in ganz Balve nur noch 75 Kinder in die Grundschule. Davon sind lediglich 14 Schülerinnen und Schüler aus Garbeck. Weil alle 75 Schüler in Balve zur Schule gehen könnten, müsse Garbeck auf diese Situation gut vorbereitet sein, sagte Ortsvorsteher Christoph Haarmann.
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