Urgestein der Bücherei verabschiedet sich

Abschied nach 17 Jahren Vorstandsarbeit beim Förderverein der Stadtbücherei: Schriftführerin Hannelore Schmidt erhält vom Ersten Vorsitzenden Franz W. Vohle und der Zweiten Vorsitzenden Roswitha Schubert einen Blumenstrauß.
Abschied nach 17 Jahren Vorstandsarbeit beim Förderverein der Stadtbücherei: Schriftführerin Hannelore Schmidt erhält vom Ersten Vorsitzenden Franz W. Vohle und der Zweiten Vorsitzenden Roswitha Schubert einen Blumenstrauß.
Foto: Steffie Friske

Balve..  „Im Gegensatz zu anderen Städten haben wir bei den Besucherzahlen keine Einbußen, auch wenn wir keine E-Books im Angebot haben.“ Eine selbstbewusste Bilanz zog Büchereileiterin Roswitha Schubert am Donnerstagabend in der Bücherei. Sie berichtete dem Förderverein „Öffentliche Bücherei Balve“ auf dessen Jahreshauptversammlung, dass 2014 stolze 3013 Bürger einen Ausweis besaßen – eine leichte Steigerung gegenüber dem Vorjahr.

Seit 1997 erhält die Bücherei starken Rückenwind durch den Förderverein. Dessen Vorstand ist seit der Gründung in der gleichen Konstellation im Amt und sorgt dafür, dass die neuen Bestseller auch den Weg in die Büchereiregale finden.

Ein Abschied wurde gefeiert: Nach 17 Jahren machte Schriftführerin Hannelore Schmidt „Schluss“. Sie wird ersetzt durch Jutta Streiter, die in Abwesenheit gewählt wurde, denn sie war an diesem Abend eingespannt in ein deutsch-französisches Austauschprogramm. Wiedergewählt wurden Franz W. Vohle (1. Vorsitzender), Roswitha Schubert (2. Vorsitzende) und Jürgen Meller (Kassierer). Mit Susanne Kalinowski, Gabriele Bathe-Hülsdonk und Anne Hermanns sind weiterhin drei Beisitzerinnen mit im Bunde.

Mit 2500 Euro konnte der Förderverein die Bücherei im Vorjahr unterstützen. Das Geld wird in besonderem Maße am Anfang des Jahres gebraucht, wenn der Etat der Stadt noch nicht in trockenen Tüchern ist, und am Ende des Jahres, wenn das Geld der Stadt ausgegeben ist. Eingenommen hatte der Förderverein sogar noch mehr, vor allem dank des lukrativen Bücherverkaufs beim Stadtfest. 800 Euro extra gab das Ereignis inklusive Waffelverkauf her. „Das Geld werden wir natürlich nicht horten, sondern für die Bücherei ausschütten“, versprach Vohle.

„Ein Ort der Begegnung“

„Unsere Bücherei ist aber nicht nur ein Ort zum Lesen, sondern auch ein Ort der Begegnung“, betonte Roswitha Schubert. Das unterstützt der Förderverein nach Kräften: Viele fleißige Helfer sorgen dafür, dass Spielenachmittage, Lesungen oder das Lese-Café am Dienstag stattfinden können. An neue Spiele führten Gabriele Reinschmidt und Ursula Pampuch die Kinder heran, bei Heike Guth-Mindhoff wollten teils bis zu 50 Kinder gleichzeitig basteln, und die Waffeln von Marlies Menge locken auch Bürger ins Lese-Café, die noch einen großen Büchervorrat auf dem Nachttisch liegen haben.