Unterkunft erstrahlt bald in neuem Glanz

Neuenrade..  Reichlich Bautägigkeit herrscht seit drei Wochen an der Eichendorffstraße 10. Die künftige Unterkunft für Flüchtlinge wird derzeit hergerichtet: Dachdecker-Meister Frank Herber und Malermeister Jörg Kittelmann sind intensiv mit der Sanierung befasst.

Da haben sie allerhand zu tun: 270 Quadratmeter Dachfläche hat Herber mit seinem Team bereits mit einer Aufdachdämmung versehen – eine energetisch Sanierung. „Das vorherige Dach war sicher aus den 60er-Jahren, hatte keine Isolation und war sehr undicht“, schätzt der Fachmann. „Mit dem neuen sind bis zu 30 Prozent Energie-Einsparungen möglich.“

Gute Zusammenarbeit

Begeistert ist der Dachdecker von der Zusammenarbeit mit der einen Familie, die bereits im Haus wohnt. „Die wischen jeden Abend, wenn wir gehen, im Treppenhaus hinter uns her. Und freundlich grüßen die auch.“

Am Ende werden acht Wohneinheiten im dem Haus geschaffen: jeweils drei im Erdgeschoss sowie der ersten Etage, zwei im Dachgeschoss.

Bauamtsleiter Marcus Henninger erläutert dazu, dass die Personenzahl wegen der nötigen Rettungswege begrenzt sei (je sechs im Untergeschoss/ Dachgeschoss) . Unterteilt würden die Wohnungen zudem nicht. „Noch mehr Bewohner in dem Haus wäre ja menschenunwürdig“, stellt der Verwaltungsmitarbeiter klar.

Schweres Gerät kommt auch noch zu Einsatz. In dieser Woche kommt dem Dachdecker-Meister Herber ein Kran zu Hilfe. Die ehemaligen Mieter in dem Haus, das einige Zeit lang leer stand, hätten Balken und Dachträger entfernt. „Die wollten wohl den Wohnraum vergrößern, waren aber blauäugig,“ erläutert der Fachmann. Die Statik des Hauses ist so in Gefahr. Die neuen Holzbalken und Dachträger aus Stahl sind bis zu acht Meter lang. Sie können nur über die Fenster ins Gebäude gehievt werden. Vorsorglich haben Herber und seine Mitarbeiter in den Wohnungen des Dachgeschosses für diese heikle Aktion bereits Wände entfernt.

Außenanstrich

Ebenfalls in dieser Woche kommt auch noch Malermeister Kittelmann zum Einsatz, um den Außenanstrich zu erneuern. „Der alte ist 10 bis 15 Jahre alt. Das Haus wird dann weiß“, lässt der Malermeister die Nachbarn jetzt bereits wissen. Auch in den Wohnungen wird es sogenannte Säuberungsanstriche geben, auch die Wände werden weiß. Ob Kittelmann dort aber wieder zum Einsatz kommt, steht indes noch nicht fest. Die Ausschreibungen laufen. Das neue Dach ist übrigens schwarz.

Neue Fenster werden in das Gebäude auch noch eingesetzt. Im Dachgeschoss hat Frank Herber schon welche montiert. Diese lassen sich komplett öffnen. „Dann können die Bewohner im Brandfall über das Fenster raus zur Feuerwehr“, erläutert der Dachdecker. „Vor den Fenstern ist ein Tritt für eine derartige Situation“, berichtet er weiter.

EURE FAVORITEN IN DIESER STUNDE