Unfall auf K 11: Motorradfahrer fliegt durch die Luft

Immer wieder kommt es zu Unfällen auf der Bauern-Autobahn, die allzu oft von den Verkehrsteilnehmern als Rennstrecke genutzt wird. Am Samstagnachmittag wird ein  Motorradfahrer bei einem Unfall schwer verletzt.
Immer wieder kommt es zu Unfällen auf der Bauern-Autobahn, die allzu oft von den Verkehrsteilnehmern als Rennstrecke genutzt wird. Am Samstagnachmittag wird ein Motorradfahrer bei einem Unfall schwer verletzt.
Foto: Richard Elmerhaus
Auf der Bauern-Autobahn (Kreisstraße 11) kam es zu einem Unfall, bei dem ein Motorradfahrer aus Hilden so schwer verletzt wurde, dass er durch den ADAC-Hubschrauber in eine Klinik nach Dortmund geflogen werden musste.

Garbeck/Langenholthausen.. Inzwischen gab die Polizei jedoch Entwarnung. „Der Motorradfahrer hatte viel Glück, denn er ist wahrscheinlich mit einem gebrochenen Handgelenk und Prellungen davon gekommen. Er bleibt aber weiterhin zur Beobachtung in der Klinik“, ließ die Polizei unsere Zeitung auf Anfrage wissen. Den Sachschaden bezifferten die Ordnungshüter von der Polizeiwache in Menden mit 6000 Euro.

Vor Ort sah das Ganze sehr schlimm aus. Denn der Kradfahrer war, nachdem er auf den vor ihm fahrenden Pkw geprallt war, durch die Luft geflogen und mit einer solchen Wucht auf die Straße geknallt, dass er seinen Helm verlor. Weil auch innere Verletzungen nicht auszuschließen waren, informierten die Rettungsassistenten den Rettungshubschrauber. Mit Unterstützung der Balver Feuerwehr, die in Kooperation mit der Polizei die Unfallstelle absicherte, konnte der Hubschrauber auf der Kreisstraße zwischen Garbeck und Langenholthausen landen, um den Schwerverletzten aufzunehmen.

Es wird weiter ermittelt

Wie es zum Unfall kam, dazu konnte die Polizei noch keine verbindlichen Angaben machen. Fest steht bisher nur, dass der 20-jährige Balver, der auf der Bauern-Autobahn mit seinem Pkw in Richtung Garbeck unterwegs war, links abgebogen ist, und zwar in die Zufahrt zur Firma Müller. Der hinter ihm fahrende 37-jährige Hildener hatte laut Polizei den Blinker gesetzt, um den Opel-Omega zu überholen. Dazu ist es nicht gekommen, stattdessen prallte er auf den Pkw, der seine Geschwindikeit reduzierte, um links abzubiegen.

„Ob der Pkw-Fahrer aus Balve oder aber der Kradfahrer aus Hilden die Schuld am Unfall trägt, das werden die weiteren Ermittlungen zeigen“, heißt es seitens der Polizei aus Menden, die den Unfall aufgenommen hat. Einfach wird es nicht sein, die Unfallursache herauszufiltern, denn noch auf der Bauern-Autobahn kam es zu unterschiedlichen Aussagen der Zeugen, die zum Teil sehr aggressiv diskutierten und Einfluss auf die Polizei nehmen wollten, obwohl sie den Unfall nur im Rückspiegel beobachtet hatten.

Die Bauern-Autobahn K 11 war fast zwei Stunden für den Verkehr gesperrt, denn bevor der Schwerverletzte nach Dortmund geflogen werden konnte, musste er im Rettungswagen von einem Notarzt und den Rettungssanitätern stabilisiert werden. Zudem war so viel Kraftstoff bei dem Zusammenprall aus dem Motorrad auf die Fahrbahn gelaufen, dass die Feuerwehr unter Leitung von Klaus-Peter Engel und Rüdiger Reck Bindemittel aufbringen und sie anschließend auch reinigen musste.

„Das gibt es doch nicht“

Der Großvater des 20-jährigen Balvers schüttelte an der Unfallstelle immer wieder den Kopf. „Das gibt es doch nicht. Zwei Unfälle in kurzer Zeit“, stöhnte er und meinte damit nicht nur den Zusammenprall seines Enkels mit dem Kradfahrer, sondern auch seinen Ärger.

Der Langenholthauser war am Donnerstag mit seinem Wagen aus der Innenstadt kommend auf dem Heimweg. In Höhe des Dechant-Amecke-Weges wurde er von einer Autofahrerin geradezu von der Bundesstraße über den Bürgersteig in einen Gartenzaun katapultiert. „Ich weiß auch nicht, wie mir das passieren konnte“, sagte die Frau, die dem Langenholthauser die Vorfahrt nahm, obwohl sie zuvor bereits angehalten hatte.

Während das Auto der Unfallverursacherin mit einem leichten Schaden davon kam, muss sich der Langenholthauser nach einem neuen Fahrzeug umsehen, denn sein Gefährt ist durch den Aufprall auf den stabilen Zaun so schwer beschädigt worden, dass es nicht mehr fahrtauglich ist.