Trauer um Ex-Bürgermeister Johannes Waltermann
13.02.2011 | 18:09 Uhr 2011-02-13T18:09:00+0100
Garbeck. In der Nacht von Freitag auf Samstag verstarb Johannes Waltermann, der ehemalige Bürgermeister der Hönnestadt Balve, nach langer schwerer Krankheit in Kloster Grafschaft.
Nicht nur die Garbecker, auch die Bürger der Stadt Balve haben mit Johannes Waltermann einen großartigen Menschen verloren.
Wenn er am kommenden Mittwoch, 16. Februar, nach dem Seelenamt um 15 Uhr in der Pfarrkirche Hl. Drei Könige auf dem Friedhof beigesetzt wird, sind sicherlich viele Bürger dabei, für die er sich privat, beruflich und auch ehrenamtlich eingesetzt hat.
Der erfolgreiche Unternehmer hat mit viel Herzblut und seinem unermüdlichen Einsatz für das Erreichen von Zielen sowie mit seinem unbändigen Kampfeswillen Maßstäbe in der Hönnestadt Balve gesetzt, auch wenn er nur für kurze Zeit das Amt des Bürgermeisters ausgeübte. Denn nicht zuletzt ihm ist es zu verdanken, dass junge Familien in Balve-Süd bauen konnten und dadurch der Erhalt der Grundschule in Langenholthausen gesichert wurde.
Johannes Waltermann war ein Kommunalpolitiker, der weit in die Zukunft plante. Mit seinem Charisma und seinem großen Herzen prägte er in besonderer Weise das Miteinander, nicht nur auf politischer, sondern auch kultureller und kirchlicher Ebene.
Obwohl beruflich immer unter Volldampf, nahm er sich die Zeit, die Geschichte seines Dorfes grandios aufzuarbeiten und in den Vereinen Führungsaufgaben zu übernehmen, wie beispielsweise im Musikverein „Amicitia“ Garbeck oder auch in der Schützenbruderschaft Heilige Drei Könige Garbeck. Darüber hinaus hat er hinter den Kulissen mit seinem Freund Franz Wiemann glänzende Arbeit für die Entwicklung des Dorfes Garbeck geleistet.
Obwohl er durch und durch ein Garbecker war, hat Johannes Waltermann immer über den Tellerrand hinaus geschaut. Für ihn gab es zwar die Ortsteile, aber sein Anliegen war es stets, aus den verschiedenen Gemeinden eine Einheit zu formen. Dass ihm bei diesem hehren Ziel ebenso wie bei seinen Visionen einige Fraktionskollegen im Weg standen, daraus machte er nie ein Hehl. Denn der ehemalige Fraktions-Vorsitzende der CDU und Bürgermeister der Stadt Balve konnte auch aus der Haut fahren. Wenn die Planungen trotz mehrerer Versuche nicht so umgesetzt wurden, wie es sich der Vollblut-Politiker gedacht hatte, dann wackelten auch während der Sitzungen im Rathaus die Wände. So laut wurde er, und an seinem hochroten Kopf war der Unmut über jene zu erkennen, die nicht verstehen wollten, warum er dieses oder jenes zum Wohle der Bürger auf den Weg bringen wollte.
Erst nach seinem Abschied aus den vorderen Reihen der Politik ist von vielen seine einzigartige Fähigkeit, frühzeitig Trends zu erkennen und in langen Zeitabschnitten zu denken, erkannt worden. Nicht zuletzt aus diesem Grunde wird Johannes Waltermann nicht nur seiner Familie, seinem Unternehmen, der Politik und der Kultur fehlen, aber auch unvergessen bleiben. Denn der 82-Jährige hatte uns allen gezeigt, was mit einem Ehrenamt alles erreichbar ist, wenn es mit viel Herzlichkeit und Liebe zu den Mitmenschen ausgeübt wird.
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