Tiefer Frost verwandelt Balver Höhle in einen Eispalast
20.02.2012 | 16:37 Uhr 2012-02-20T16:37:00+0100
Balve(mbo) Ein einzigartiges Naturschauspiel bot die Balver Höhle in den vergangenen Tagen. Als Wolfram Schmitz, der in der Schützenbruderschaft St. Sebastian Balve für die Vermietung der Höhle zuständig ist, vor einer Woche einem möglichen Mieter die Höhle zeigen wollte, präsentierte sich der ohnehin schon imposante Felsendom eindrucksvoll wie selten zuvor.
Hunderte Eiszapfen – die größten davon mindestens drei Meter lang – hingen von der Höhlendecke herunter, und auf dem Boden hatte das gefrorene Tropfwasser beeindruckende Skulpturen gebildet. Eine von ihnen wirkte sogar wie eine von Künstlerhand geschaffene Madonnenskulptur.
„Dass sich im Winter in der Höhle Eiszapfen bilden, ist gar nicht so ungewöhnlich“, erläutert Wolfram Schmitz. „Aber in diesem Jahr waren sie ganz besonders groß und lang. Damit sich solche Eiszapfen bilden, muss es über einen längeren Zeitraum schon sehr kalt sein.“ Für den Schatzmeister der Schützenbruderschaft war der jüngste Besuch der Höhle ein besonderes Erlebnis: „Ich mache den Job jetzt seit zehn Jahren, habe aber in dieser Zeit kein so beeindruckendes Szenario gesehen.“
Deshalb hatte Wolfram Schmitz schnell Mario Cortina in die Höhle gebeten, der das Naturschauspiel mit seiner Kamera festhielt. Inzwischen dürften die prächtigen Eiszapfen schon wieder den wärmeren Temperaturen zum Opfer gefallen sein. „Als wir vor einer Woche dort waren, fielen schon die ersten Eiszapfen von der Decke“, berichtet Wolfram Schmitz.
Für die Öffentlichkeit ist dieses Naturschauspiel – nicht zuletzt wegen der Gefahren – nicht zugänglich. Mario Cortina hat unserer Zeitung aber gern eine Auswahl seiner Fotos zur Verfügung gestellt. Damit alle Balver sehen können, wie schön die Höhle im Winter sein kann.
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