Thomas Gemke besucht Bürgermeister Mühling im Rathaus
02.11.2009 | 21:20 Uhr 2009-11-02T21:20:00+0100Balve. Der neue Landrat des Märkischen Kreises, Thomas Gemke, ließ bei seinem Antrittsbesuch in Balve Bürgermeister Hubertus Mühling wissen: „Die ersten Tage als Landrat haben mir sehr viel Freude gemacht.”
Da Stadt Balve und Märkischer Kreis durch die Wirtschafts- und Bankenkrise arg gebeutelt sind, kamen Bürgermeister und Landrat schnell auf die Finanzen zu sprechen. „Die Sozialausgaben sind um 6 Mio. Euro gestiegen. Wenn das so weitergeht, werden die Kommunen vor die Wand gefahren”, prognostizierte der Balver Thomas Gemke, der auf ein zweistelliges Defizit im Haushaltplan des Märkischen Kreises für das Jahr 2010 verwies. Dieses Minus will der Kreis aber nicht gänzlich an die Kommunen weiter geben. „Wir müssen einen Kompromiss finden”, sagte der Landrat, der mit Hubertus Mühling auch über die Ortsumgehung Garbeck sprach.
Der Landrat geht fest davon aus, dass die Ortsumgehung 2012 fertiggestellt ist. „Man sieht, dass es vorangeht. Der Straßenbaukörper wird verlegt, damit vor der Gaststätte Felsenruh der Radweg weiter geführt werden kann, und zwar am Kreisverkehr vorbei bis zum Bahnhof. Für die erforderliche Beleuchtung wird die Stadt Balve Sorge tragen”, betonte der Bürgermeister, der die gute Zusammenarbeit mit den an der Ortsumgehung Garbeck beteiligten Firmen lobte.
Ein Thema war auch die Schweinegrippe. Da es in der Stadt Balve allem Anschein nach keinen Arzt gibt, der die Schutzimpfung vornehmen will, wird seitens des Märkischen Kreises das Gespräch mit dem St.-Marien-Hospital Balve gesucht. „Unser Bestreben war es, dass die Hausärzte die Impfung übernehmen, weil sie die Krankengeschichte ihrer Patienten kennen”, sagte Thomas Gemke, der die Verunsicherung in der Bevölkerung beklagte. „Es wäre schön, wenn die Experten endlich mit einer Zunge reden würden.”
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