„Taufen, Trauen und Beerdigen“

Neuenrade..  Im Rahmen einer feierlichen Zeremonie erhielt Petra Müller am Sonntag ihre Vokation zur Prädikantin. Bereits im November vergangenen Jahres wurde Petra Müller von den landeskirchlichen Gruppen Neuenrade, Eveking, Werdohl und Iserlohn eingestellt.

Seit Sonntag darf sich Petra Müller nun offiziell Prädikantin nennen. „Taufen, Trauen und Beerdigen“, dürfe sie jetzt, erklärte der Superintendent des Kirchenkreises Lüdenscheid-Plettenberg Klaus Majoress während des Einführungsgottesdienstes. Müller sei bereits ein halbes Jahr als Predigerin in Westfalen tätig gewesen und dürfe sich mit den Herausforderungen des Verkündungsdienstes ausreichend auseinandergesetzt haben, hieß es.

Keine einfache Entscheidung

Zudem sei es keine einfache Entscheidung gewesen, den Wechsel ins Sauerland tatsächlich umzusetzen. Majoress meinte, er sei überzeugt, dass sie bereit für die Aufgaben an der Basis sei. „Sie strahlen eine solche Dynamik aus“, beschrieb der Superintendent seine Eindrücke und griff anschließend zu einem Bibelvers, um der Prädikantin klar zu machen, wer sie hier und heute für den Dienst berufen würde. Aus Johannes 15 zitierte Majoress „Ihr habt mich nicht erwählt; sondern ich habe euch erwählt…“, und verdeutlichte damit, dass kein Superintendent oder Gemeinde-Repräsentant sie in den Dienst berufe. Jesus sei es, der sie für diese Aufgabe auserwählt habe, so Majoress.

In Baden-Württemberg beschäftigt

Bisher war Petra Müller in Baden-Württemberg unter anderem als Dozentin in der Ausbildung von Prädikanten tätig. „Außerdem ist sie eine Expertin für das Thema Kindesmissbrauch“, sagte Neuenrades Pfarrer Dieter Kuhlo-Schöneberg.

Neben Superintendent Klaus Majoress und Pfarrer Dieter Kuhlo-Schöneberg waren auch Repräsentanten und Mitglieder aller beteiligten landeskirchlichen Gruppen sowie Ulrich Remmel in seiner Funktion als Vorsitzender des sauerländischen Gemeinschaftsverbandes anwesend.

Ein besonderer Moment im Rahmen der Berufungszeremonie war das Handauflegen. Im Anschluss teilten sowohl Petra Müller als auch die Gemeindemitglieder mit, dass sie der gemeinsamen Arbeit zustimmen.