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Mord

Tatverdächtiger soll Lebensgefährtin im Bett erwürgt haben

27.06.2012 | 15:46 Uhr
Tatverdächtiger soll Lebensgefährtin im Bett erwürgt haben
Tötungsdelikt in Langenholthausen: Nach ersten Ermittlungen der Polizei hegt der Haftrichter den Verdacht, dass der Tatverdächtige aus Worms seine Lebensgefährtin heimtückisch ermordet hat. Foto: Richard Elmerhaus

Langenholthausen.   Als sie ihm den Rücken zugedreht hatte, soll der 64-jährige Tatverdächtige aus Worms seine Lebensgefährtin in ihrer Wohnung im Bett erwürgt haben. Der Haftrichter jedenfalls geht bei der Tat in Balve-Langenholthausen von heimtückischem Mord aus.

Nach den ersten Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Arnsberg und der Polizei aus Iserlohn und Hagen hegt der Haftrichter den Verdacht: Der 64-jährige Beschuldigte hat am Dienstagmorgen seine Lebensgefährtin in deren Wohnung in Langenholthausen heimtückisch ermordet.

Wie von einer Nachbarin vermutet, ging der Tat ein Streit über die gemeinsame Zukunft voraus. „Die beiden haben mehrfach darüber geredet, wer zukünftig wo wohnt. Denn wäre er zu ihr gezogen, hätte der arbeitslose Mann wahrscheinlich einen Teil seiner finanziellen Unterstützung durch den Staat verloren. Und genau das wollte seine Lebensgefährtin auf jeden Fall verhindern und hat deshalb ein Gespräch mit einem Vermieter geführt, um ihrem Lebensgefährten, der seit einigen Tagen wieder bei ihr in Langenholthausen im Mittelweg wohnte, zu helfen.“

Mit beiden Händen von hinten um den Hals gegriffen

Hier befanden sie sich auch am Dienstagmorgen, 26. Juni. Die Frau lag in ihrem Bett mit dem Rücken zu dem Beschuldigten. Beide hatten sich zuvor darüber unterhalten, wo der Beschuldigte in Zukunft wohnen könne, da es bei ihr nicht mehr möglich sei. Anschließend versuchte die Frau wieder einzuschlafen. Der 64-jährige Mann aus Worms griff dann mit beiden Händen von hinten um den Hals seiner Lebensgefährtin und würgte sie mehrere Minuten. Schließlich ergriff er noch ein Kissen vom Bett und drückte es ihr auf den Kopf, bis sie sich nicht mehr bewegte, so schilderte der Mann das Geschehen am Dienstagmorgen gegenüber den Ermittlern.

Zum Motiv gab der 64-jährige Tatverdächtige an, er habe nicht mehr bei der Frau wohnen bleiben können. Hierüber habe er sich mit der Getöteten, die er geliebt habe, unterhalten. Weil man keine Lösung fand, habe er den spontanen Entschluss gefasst, seine Lebensgefährtin zu töten.

Gerichtsverfahren beginnt wohl erst im Frühjahr 2013

Ob es wirklich so war, wie von dem mutmaßlichen Täter geschildert, werden die weiteren Ermittlungen zeitigen. Derzeit befindet er sich in Untersuchungshaft. Ob die Staatsanwalt Anklage wegen des Verdachts des heimtückischen Mordes erhebt, das ließ Oberstaatsanwalt Josef Hempelmann offen. „Wir stehen erst am Anfang unserer Ermittlungen. Ich gehe davon aus, dass das Verfahren im Frühjahr 2013 stattfindet.“

Richard Elmerhaus



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