Tag der Architektur ermöglicht Blick in das Haus der Zukunft Wärmepumpen machen Gas und Öl zum Heizen überflüssig - Fernsteuerung für Licht
20.06.2007 | 08:28 Uhr 2007-06-20T08:28:52+0200Langenholthausen. (sim) Was gestern noch wie ein Märchen klang, wird heute Wirklichkeit. Diesen Satz aus einem bekannten Sience-Fiction-Film haben sich Architekt Hans Georg Simon und Bauherr Dominik Schwermann zu Herzen genommen, als sie das Wohnhaus am
Erdwärmetechnik nutzt die Temperaturunterschiede zwischen tiefen Bodenschichten und der Oberfläche aus. Doch während nach herkömmlichen Methoden eine Bohrung notwendig wird, die mehr als 200 Meter Tiefe erreichen kann, verlegte der Bauherr in Langenholthausen die Rohre für die Erdwärme-Gewinnung knapp unter der Oberfläche, nutzte dafür aber sein gesamtes Grundstück als Fläche. So erreichte er den gleichen Nutzen wie bei einer einzigen Tiefenbohrung für die Wärmepumpe. Voraussetzung für diese Methode sei aber die ausreichende Größe des Grundstückes, erklärte Architekt Simon den Interessenten, die das Haus in Langenholthausen während des Tages der Architektur besuchten. Ist das System einmal installiert, liefert Mutter Erde die Energie für das Haus. In Zeiten rapide steigender Energiekosten mag das so manchem Hausbesitzer wirklich märchenhaft vorkommen.
Mit seinem Boden aus Natursteinen in Kombination mit modernen Werkstoffen wie Edelstahl ist das Haus am Höhenweg sicher architektonisch interessant. Was die Besucher aber besonders faszinierte, das waren die elektronischen Möglichkeiten, die sich der Hausherr hatte einfallen lassen. Über eine elektronische Steuerung kann er sich, wie mit einem Handy, an fast jedem Punkt der Erde in die Elektronik seines Hauses einschalten, kann Rolläden heben und senken oder auch das Licht in verschiedenen Räumen an- und ausschalten. Zudem lässt sich das Haus mit diesem System sehr gut aus der Ferne überwachen.
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