Strategische Partnerschaft für eine langfristige Entwicklung

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Balve..  Im Leader-Projekt, das 2016 startet, will und soll Balve eine bedeutende Rolle spielen. Beim ersten Unternehmerstammtisch dieses Jahres, zu dem das Stadtmarketing Balve rund 50 Gäste in der ehemaligen Langenholthauser Grundschule begrüßte, war die Leader-Region das zentrale Thema.

Nachdem Bürgermeister Hubertus Mühling das Konzept der Leader-Region skizziert hatte, stellte Sunderns Beigeordneter Meinolf Kühn Planungen rund um den Sorpesee vor. Der nimmt im Leader-Projekt der vier Städte Balve, Neuenrade, Sundern und Arnsberg eine zen­trale Position ein. Das EU-Projekt zur Förderung des ländlichen Raumes fordert von den Teilnehmern regionale Entwicklungskonzepte. Weil der Sorpesee großes touristisches Potenzial bietet und auch einen Attraktivitätsgewinn bei der Gewinnung neuer Fachkräfte für die Region verspricht, ist er so wichtig.

Aber auch andere Aspekte dürfen nicht vernachlässigt werden. Während Regionen wie Köln und Düsseldorf oder das Ruhrgebiet bundesweit bekannt sind, besitzt Südwestfalen in der öffentlichen Wahrnehmung noch erhebliches Entwicklungspotenzial. „Wir müssen uns da klar positionieren und unsere Bedeutung als Wirtschaftsraum besser kommunzieren“, wünscht sich nicht nur Stadtmarketing-Geschäftsführerin Stephanie Kißmer.

Märkischer Kreis besonders innovativ

Mit großem Applaus wurde in diesem Zusammenhang die Nachricht aufgenommen, dass die Technische Universität München festgestellt habe, dass der Märkische Kreis der innovativste Landkreis in Deutschland sei. „Um unsere Region nach vorn zu bringen, brauchen wir das Engagement aller Beteiligten“, fasste Stephanie Kißmer zusammen.

Als Beispiel, wie Engagement auf lokaler Ebene funktioniert – und damit trotz finanzieller Schwierigkeiten auch regionale Strahlkraft besitzt – wurde der Versammlungsort des Unternehmerstammtisches in der ehemaligen Grundschule vorgestellt. Als die Schließung der Lan­genholthauser Dorfschule beschlossen wurde, machten sich engagierte Bürger daran, Ideen für eine sinnvolle Nachnutzung des Schulgebäudes zu sammeln. Mit der SoKoLa.de arbeitet Langenholthausen an einem Projekt, von deren Art die Leader-Region noch weitere gebrauchen könnte. Strategische Partnerschaft sowie das Engagement aller beteiligten Kräfte ist für eine langfristige Entwicklung über viele Jahre unabdingbar.