Stadt ist Stolz auf die Kleingärtner

Neuenrade.  . Sie haben sich vor 25 Jahren gegen den männerdominierten Rat der Stadt durchgesetzt: Margret Vitz und Renate Drangmeister waren es, die sich vehement für die Entstehung einer Kleingartenanlage in Neuenrade einsetzten.Daran erinnerte Bürgermeister Antonius Wiesemann am Samstagvormittag im Rahmen der Feier zum 25-jährigen Jubiläum des Kleingartenvereins Berentrop. „Sie haben die Vorschläge damals auf den Weg gebracht und durchgesetzt“, so das Stadtoberhaupt.

Die beiden Frauen schufen damit die Grundlage für die Gartenanlage, die im Übrigen von jedem Bürger aus nah und fern besucht werden kann. Darauf machte Wiesemann aufmerksam. Die Stadt sei stolz auf die Kleingärtner in Berentrop, die durch ihre Teilnahme an der Aktion „Offene Gärten“ Neuenrade zu einer weiteren Attraktion verholfen hätten. „In jedem Garten ist etwas Besonderes zu finden“, hat Wiesemann festgestellt.

Silberplakette von Bärbel Höhn

Heinrich Pickel, erster Vorsitzender des Bezirksverbands der Kleingärtner MK, freute sich im Speziellen auf die Jubiläumsfeier, war er doch bereits bei der Gründungsversammlung im Kaisergarten zugegen, wie der Gast aus Lüdenscheid den Besuchern verriet. Außerdem habe er die Neuenrader 2001 zu einer besonderen Ehrung begleiten dürfen.

Umweltministerin Bärbel Höhn überreichte damals dem Kleingartenverein die Silberplakette für besondere Leistungen im Landeswettbewerb 2001 der Kleingärten in Nordrhein-Westfalen. Pickel warf in seiner Laudatio die Frage auf: „Sind Kleingärten heute noch zeitgemäß?“ um seine Frage anschließend mit handfesten Argumenten zu bejahen. Jede Generation habe das Bedürfnis nach frischer Luft, wolle den Feierabend in blühender Natur genießen und könne in der Natur abschalten. In Gärten wachsen Lebensmittel, sie bieten Kindern Platz zum Spielen und Besuchern Farbenpracht. „Willkommen im Paradies“, schloss der Gastredner, bevor er an Ursula und Waldemar Thiel sowie Zvonimir Gratz, Vorsitzender des Kleingartenvereins Berentrop, Ehrenurkunden für ihre 25-jährige Mitgliedschaft überreichte.

Zvonimir Gratz erinnerte an seine Vorgänger und die jeweiligen Vorstandsmitglieder, die den Verein zu dem gemacht haben, was er heute sei. „Sie haben zu Pracht und Bereicherung in Neuenrade beigetragen, die sich sehen lassen kann und auf die wir stolz sind.“ Die zugewanderten Kleingartenfreunde aus Polen, Russland, Ungarn, Italien, Spanien und dem ehemaligen Jugoslawien seien mittlerweile zu einer besonderen „Garten-Familie“ zusammen gewachsen, beraten und helfen sich gegenseitig.

Und allmählich mache sich im Kleingartenverein ein Generationenwechsel bemerkbar. „Junge Familien und Kinder haben Spaß an Kleingärten gefunden“, blickt der Vorsitzenden positiv in die Zukunft.