Spielplatz in Mellen soll Kinderparadies werden

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Was wir bereits wissen
In Mellen lässt es sich gut leben. Darin sind sich die Bürgerinnen und Bürger in dem 600-Einwohner-Ort einig.

Mellen..  Aber auch im Golddorf gibt es noch Optimierungschancen – allen voran beim Spielplatz, wie Marco Voge in seiner ersten Sitzung als Ortsvorsteher bei der Dorfversammlung im Landmarkt berichtete. „Der Sandkasten gleicht leider eher einem Katzenklo.“ Ein Grund für die Verunreinigungen sind auch die Birken, die reichlich Dreck auf dem Gelände hinterlassen. Ein Zustand, der nicht länger hingenommen werden soll.

Voge und Co. haben das Gespräch mit Carsten Glänzel von den Stadtwerken, Hartmut Scharf vom Bauamt und Bürgermeister Hubertus Mühling gesucht. Da der Kinderspielplatz auf städtischem Gelände steht, hat die Stadt Balve auch Entscheidungsbefugnis über die dortigen Birken. „Der Bürgermeister hat sein Okay gegeben, dass die Birken entfernt werden dürfen, wenn es das Dorf möchte“, berichtete der Ortsvorsteher. Aus der Versammlung gab es keine Einwände, sondern großen Zuspruch für die Baumfällung. Als Ersatz soll ein Kugelahorn gepflanzt werden, der den Kindern zukünftig Schatten spenden wird.

Weil der Sandkasten ohnehin kaum angenommen wird, denkt die Dorfbevölkerung über andere Spielmöglichkeiten nach. Denkbar sind eine Wippe und ein Klettergerüst. Diese Geräte werden bis Ostern an der Luisenhütte in Wocklum abgebaut und könnten in Mellen installiert werden. „Die Stadt weiß Bescheid, dass sie uns die Spielgeräte an die Seite stellen soll“, sagte Reinhard Schmidt. Eltern junger Kinder sollen in die Spielplatz-Modernisierung mit eingebunden werden und selbst Vorschläge zur Optimierung machen. Außerdem wird das Gelände zukünftig komplett umzäunt.

Bäume zum Friedhof

Einig ist sich das Dorf darin, dass die 23 Birken auf dem Weg zum Friedhof gefällt werden sollen. Die Arbeit übernimmt Landschaftsbaufachmann Jürgen Bongard aus Blintrop. Die Birkenstämme sollen in Mellen gelagert und zum Verkauf angeboten werden, das Geld fließt dann in die Dorfkasse. Rege diskutiert wurde darüber, ob und für wie viel Euro die Stämme verkauft werden können. Letztendlich waren sich die Meller aber einig, dass über die Höhe der Summe jeder Interessent selber entscheiden und das Geld als „Solidarbeitrag“ für das Dorf gesehen werden müsse.

Tretbecken

Viel Zustimmung erfuhr die selbstständige Podologin Bianca Bücker, die einen Entwurf für die Umgestaltung der Kneippanlage vorgelegt hatte. Das Tretbecken soll zukünftig mit einem Barfußweg kombiniert werden. Der Plan ist, das Gelände großzügiger zu gestalten. Als Untergrund können nur solche Materialien dienen, die sich nicht vermischen, berichtete Bianca Bücker. Möglich ist eine Gummimatte, Splitt, Rasen, Pflastersteine, Holzreste oder Kiesel. Nun soll ein Zeitplan erarbeitet werden, damit das neue Tretbecken noch in diesem Jahr eingeweiht werden kann.

Beleuchtung

Optimiert werden soll die Beleuchtung rund um die Kirche. „Seit die Telefonzelle weg ist, ist die Umgebung ein dunkles Loch geworden“, sagte Ortsvorsteher Marco Voge. Die Stadt Balve prüfe nun die Anbringung einer zusätzlichen Straßenlaterne. Weil vor den zwei Bänken an der St.-Barbara-Kirche der Asphalt aufgebrochen und dort schon ein Bürger gestürzt ist, soll zudem der Asphalt aufgenommen und zwischen dem Baum und der Kirchenmauer eine wassergebundene Decke aufgebracht werden.

Defibrillator

Begeistert aufgenommen werden die Pläne der Feuerwehr, bis zum Dämmerschoppen Ende Mai einen Defibrillator anzuschaffen, der für jeden zugänglich ist. „Leasen oder mieten ist teurer als kaufen“, berichtete Ulrich Gödde. Wo das medizinische Gerät angebracht wird, steht noch nicht fest. Als zentrale Standorte sind die Kirche, der Landmarkt oder das Pfarrheim im Gespräch.