Sozialbetrug mit fingiertem Mietvertrag

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Balve/Menden..  Die arbeitslose Frau aus dem Ruhrgebiet war in eine erhebliche finanzielle Schieflage geraten. Ein Neustart in Balve samt eigener Wohnung in der Hönnestadt sollte alles zum Besseren wenden. Doch daraus wurde nichts. Das Amtsgericht Menden machte eine besondere Form des Sozialbetrugs aus und verurteilte die Frau zu einer Freiheitsstrafe von acht Monaten, die auf zwei Jahre zur Bewährung ausgesetzt wird.

2800 Euro zu Unrecht kassiert

Mit der Hilfe einer durchaus vermögenden Tante (83) aus Hamm wollte die Frau in Balve eine Wohnung mieten. Und das ab November 2013. Nicht minder wichtig: Was ihr an Leistungen seitens des Jobcenters in Gelsenkirchen aus guten Gründen längst verwehrt worden war, sollten nunmehr die Kollegen in Balve übernehmen. Die Frau meldete sich bei der Arge im Rathaus, legte auch einen Mietvertrag mit einer Balver Familie vor und hielt fortan die Hand auf. Zur faktischen Vermietung kam es jedoch nicht, auch nicht zum Umzug nach Balve.

Die Frau ließ ohne eine weitere Mitteilung an die Arbeitsagentur alles laufen und kassierte Monat für Monat Bezüge, obwohl sie weiter in Gelsenkirchen wohnte. Der Gesamtbetrag belief sich bereits auf 2800 Euro, als durch einen Zufall der Betrug aufflog.

Das Gericht sah den Vorwurf des Sozialbetrugs als erwiesen an und verurteilte die Frau daher zu einer Freiheitsstrafe von acht Monaten. Zur Bewährungsstrafe kommen übrigens noch 120 zu leistende Sozialstunden.