Simon Junk soll neuer Kompanie-Chef werden

Peter Schuhenn (stehend) bleibt noch ein Jahr lang Chef der 3. Kompanie. Sollte sein neuer Stellvertreter Simon Junk (rechts) dann noch nicht den Vorsitz übernehmen wollen, springt Udo Köster (links) in die Bresche.
Peter Schuhenn (stehend) bleibt noch ein Jahr lang Chef der 3. Kompanie. Sollte sein neuer Stellvertreter Simon Junk (rechts) dann noch nicht den Vorsitz übernehmen wollen, springt Udo Köster (links) in die Bresche.
Foto: WP

Balve..  Fast hätte die Versammlung der 3. Kompanie der Schützenbruderschaft St. Sebastian einen unerwarteten, weil kurzen Verlauf genommen. Denn mit Jörg Wortmann, der sich aus beruflichen Gründen entschuldigt hatte, und Patrick Löchel, der unerwartet im Stau in Gelsenkirchen stecken geblieben war, fehlten beide Kassenprüfer. Wer also sollte den Vorstand entlasten, nachdem Kassierer Bernd Schneider über einen Gewinn von 573,79 Euro im Jahr 2014 berichtet hatte?

Unruhe kam bei den Mitgliedern der 3. Kompanie auf, aber nach langen Telefonaten konnte Kompanieführer Peter Schuhenn dann Entwarnung geben. Denn die Kasse war ordnungsgemäß geprüft worden, teilten Jörg Wortmann und Patrick Löchel via Handy mit. Gerd Schneider sprang in die Bresche und ließ über die Entlastung des Vorstandes abstimmen, die erwartungsgemäß einstimmig ausfiel.

Nach turbulentem Beginn folgte eine harmonische Versammlung, in der Kompanie-Chef Peter Schuhenn – wie berichtet – erklärte, seinen Posten im kommenden Jahr zur Verfügung zu stellen. Dafür nannte er drei Gründe: Gesundheitliche, persönliche und dazu „Unruhe im Vorstand“, ohne nähere Details zu nennen. Stattdessen sagte Peter Schuhenn: „Ich rücke zwar ins zweite Glied, laufe aber nicht weg. Ich werde die 3. Kompanie weiter unterstützen, in welcher Form, ob als Ersatzfähnrich oder beim Küppelchenfest, wird sich noch zeigen.“ „Tausend Dank“ übermittelte Peter Schuhenn seinem Stellvertreter Udo Köster, der ihn in gesundheitlich schweren Zeiten immer tatkräftig unterstützt habe.

Erste Schritte in die Wege geleitet

Die 3. Kompanie hat zukunftsorientiert gedacht und erste Schritte in die Wege geleitet, damit der Posten des Kompaniechefs nicht vakant bleibt. Daher ist Simon Junk zum neuen Stellvertreter gewählt worden. Er kann sich gut vorstellen, in Zukunft das Amt des Kompanieführers auszuüben. Ob schon im nächsten Jahr, wird sich zeigen. Sollte der Ersatzfähnrich dann noch nicht den Vorsitz übernehmen wollen, hat Udo Köster signalisiert, das für ein Jahr zu tun.

„25 Jahre schmeißt man nicht einfach so weg“, sagte der 1. Standartenoffizier Ralf Schneider, der sich für ein weiteres Jahr wiederwählen ließ. Länger aber nicht mehr. „25 Jahre kann einem keiner mehr nehmen. Aber irgendwann muss auch einmal Schluss sein“, sagte Schneider und bereitete die Mitglieder darauf vor, im nächsten Jahr gerne abtreten zu wollen.

Wiedergewählt wurden auch: Marcel Dirk (Ersatzfähnrich), An­dre Friedrich (Fähnrich), Simon Junk (Ersatzfähnrich), Andreas Pulter (Standartenoffizier) und Patrick Löchel (Kassenprüfer). Für Benjamin Junk, der aus beruflichen Gründen als Fähnrich aussteigt, rückt Marco Luig für zwei Jahre nach.

Kleiner Orden

Auf der Mitgliederversammlung der Schützenbruderschaft St. Sebastian Balve am 24. Januar um 18.30 Uhr im Katholischen Jugendheim sollen zwei Schützen der 3. Kompanie gesondert ausgezeichnet werden: Den kleinen Orden soll Schriftführer und Kassierer Bernd Schneider für fünf Jahre Vorstandsarbeit erhalten. Und auch Ingo Levermann, der die 3. Kompanie bei allen Aktivitäten tatkräftig unterstützt, soll als Dank den kleinen Orden angesteckt bekommen.