Sensibilisieren für die Gefahren von Cybermobbing

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Balve..  Bloßstellen, permanentes Belästigen oder Verbreiten falscher Behauptungen im Internet zum Beispiel auf Facebook oder dem Handy-Kurznachrichtendienst Whats­App – das ist Cybermobbing. Psychische Gewalt in sozialen Netzwerken ist keine Randerscheinung mehr, sondern weit verbreitete Realität. Autor Florian Buschendorff ist extra aus Berlin in die Hönnestadt angereist, um die Jugendlichen der Real- und Hauptschule Balve für die Gefahren zu sensibilisieren.

Kinder, die Opfer von Cybermobbing werden, erleben nicht selten die Hölle auf Erden. Zum Beispiel Josi. Ihre Mitschüler lassen keine Gelegenheit aus, um ihr zu zeigen, wie unerwünscht sie in der 9. Klasse ist. Die Angriffe auf Josi werden mit der Zeit hinterhältiger: Drohanrufe auf dem Handy, gefakte Seiten im Internet, obszöne SMS. Die Jugendliche hat Alpträume und bleibt immer öfter der Schule fern. Das Mobbing weitet sich auf immer mehr Schüler aus. Dem Teufelskreis der psychischen Gewalt will nur einer nicht länger zusehen: Till.

„Josi könnte auch einer von euch sein“, sagt Autor Florian Buschendorff, der aus seinem Buch „Geil, das peinliche Foto stellen wir online!“ vorliest. 2010 hat der Deutsch- und Musiklehrer das Werk geschrieben, „damals war Cybermobbing noch nicht so im Gespräch, wie jetzt“. Ein Polizist habe seinerzeit einen Vortrag über „Das-sich-fertig-machen-im-Netz“ gehalten, „und mir kam ein plötzlicher Geistesblitz, das Buch zu schreiben“, sagt Buschendorff. Herausgekommen ist ein Jugendroman, der auch als Schullektüre für die Mittelstufe gilt. Dabei werden die Fragen geklärt, welche Motive dem Cybermobbing zugrunde liegen und welche Reaktionen Cybermobbing bei Opfern hervorrufen können.

Möglichst wenig Daten preisgeben

Die Polizei empfiehlt übrigens, möglichst wenig Daten von sich im Internet preiszugeben, nie vollständige Adressen und Handynummern in sozialen Netzwerken anzugeben und möglichst wenig Bilder und Videos von sich einzustellen.

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