Schweißtreibende Arbeit stärkt den Teamgeist
03.08.2010 | 18:05 Uhr 2010-08-03T18:05:00+0200
Balve/Münster.Die Unstimmigkeiten sind längst vergessen und die Zusammenarbeit von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk und dem Roten Kreuz läuft in Balve auf einer Ebene, die für andere Kommunen Vorbildcharakter hat. Das zeigte sich jetzt ganz deutlich.
Die Einsatzkräfte aller drei Gruppen fuhren gemeinsam für ein Übungswochenende auf das Außengelände des Feuerwehrinstitutes nach Münster. „Das war eine richtig runde Sache. Wir haben viel voneinander gelernt und teilweise staunend zugesehen, wie die anderen gewisse Aufgaben bewältigt haben“, sagt der stellvertretende Feuerwehr-Chef Oliver Prior im Gespräch mit der WP.
Die 16 Einsatzfahrzeuge aus der Hönnestadt starteten in aller Frühe, damit der Konvoi das Übungsgelände zeitig erreicht. Um Mensch, Maschinen und Material zu transportieren, bekamen THW, Feuerwehr und DRK Unterstützung von den Firmen Lübke, Hering, Frohne, Ortlieb und Balver Zinn. „Die Führungskräfte hatten im Vorfeld 31 Übungen ausgearbeitet“, sagt Oliver Prior und da wird deutlich, dass das für die Balver Retter kein Entspannungswochenende war. Notlagen, in und unter Zügen, Schächten, Gebäuden, sogar in einem Turm, wurden simuliert.
Dabei lag der Fokus auf dem Zusammenspiel der Einsatzkräfte und dass sie gegenseitig von ihren Arbeitsweisen lernen. „Wir haben aber auch die Gerätschaften des jeweils anderen besser kennengelernt und wissen jetzt, wer für was besser ausgestattet ist“, sagt Oliver Prior.
Dem Stadtbrandinspektor, der das Gelände bereits vor zweieinhalb Jahren für diesen Termin gebucht hatte, lag aber nicht nur das Zusammenspiel zwischen den Institutionen am Herzen, sondern auch die Förderung des Teamgeistes in der eigenen Truppe. „Wir hatten Kameraden aus Balve, Garbeck, Volkringhausen und Langenholthausen dabei, die Gruppen der anderen Orte waren leider verhindert. Aber auch so haben wir darauf geachtet, dass die Einsatztrupps bunt gemischt aus den Ortsteilen kamen. Gerade das Funken konnten wir so lernen. Wir wollen komplett weg von der Mein-Feuer-Dein-Feuer-Mentalität.“
Gleichwohl wusste niemand, was ihn als nächstes erwartete. Hier wurde Verstärkung gebraucht, da war plötzlich ein neuer Einsatz. „Aber es hat allen Spaß gemacht“, sagt Prior, der auch dem DRK für die exzellente Verpflegung der 60 Leute dankt. Außerdem hat er aus Münster etwas für die Balver Politik mitgebracht. „Während einer Übung im Turm, bei der jemand im obersten Geschoss eingesperrt war, ist deutlich geworden, wie wichtig ein Sprungretter ist.“
18:15
...und man darf auch nicht vergessen das eine gewisse Berichterstattung ihr Übriges dazu getan hat....
Wenn man sich so spinnefeind gewesen wäre, dann wäre man wohl kaum nen knappes Jahr später auf gemeinsame mehrtägige Übungen gefahren, oder?
Aber trotzdem schön zu sehen, das von ALLEN über den Tellerrand geschaut werden kann - weiter so.....
18:15
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
16:31
Naja, ganz so oft wird man wohl nicht zusammen zum Einsatz ausrücken,
allerdings wird man das THW alarmieren wenn diese mit ihrem Gerät und ihrer anderen Ausbildung die Einsatzlage besser abarbeiten können.
Damit ist jedem geholfen und man erreicht das bestmögliche für die Bürger!!!
15:33
Na endlich. Nach der Schlamm Schlacht letztes Jahr was durch die Medien ging, bin ich froh so was Schönes zu Lesen. Ich meine welche Stadt Besitzt schon so viele Hilfsorganisationen wie Balve? Ich hoffe das ich jetzt auch mal das THW und die Feuerwehr gemeinsam durch die Stadt fahren sehe und sie Hand in Hand uns Balvern Bürgern Helfen. Danke