Schulsystem ist „gefährdet“
25.11.2010 | 13:03 Uhr 2010-11-25T13:03:00+0100
Balve.Das Schulsystem der Stadt Balve wäre durch eine Gemeinschaftsschule in Neuenrade gefährdet. Zu diesem Schluss ist Mittwochabend der Ausschuss „Schule, Kultur, Soziales, Sport“ gekommen.
Bei lediglich zwei Gegenstimmen von der SPD verabschiedete der Ausschuss diese Stellungnahme. Die Stadt wird das offizielle Statement nun an Neuenrade weiterleiten, von wo aus die Bedenken im Rahmen des Genehmigungsverfahrens für die geplante Gemeinschaftsschule an die Bezirksregierung Arnsberg weitergemeldet werden.
Die große Mehrheit des Fachausschusses folgte damit einem Antrag der CDU-Fraktion, die ihre Bedenken gegen die neue Schulform in der Nachbarstadt bereits am Wochenende erklärt hatte.
Vielen Ausschussmitgliedern genügt es jedoch nicht, sich nur gegen die Gemeinschaftsschule zu positionieren. Man müsse sich gleichzeitig auch für das eigene Schulzentrum mit Haupt- und Realschule einsetzen. Im Ausschuss wurde der Ruf laut, dass sich der Rat öffentlichkeitswirksam zum Balver Schulsystem bekennen müsse. „Wir müssen die Qualität unserer Schulen herausstellen, und zwar jetzt, bevor die Eltern ihre Kinder an den weiterführenden Schulen anmelden“, forderte Heinz Rapp (CDU). Schließlich rühre auch Neuenrade bereits die Werbetrommel für die Gemeinschaftsschule. Balve solle sein bewährtes System bei den Eltern ebenso in Erinnerung rufen. „Schickt uns Eure Kinder, bei uns sind Sie gut aufgehoben“, formulierte Heinrich Stüeken (UWG) den Appell der Stadt an die Eltern.
Beschließen konnte der Ausschuss solch eine Resolution aus rechtlichen Gründen allerdings nicht. Die Fraktionen wollen nun für den Rat einen gemeinsamen Resolutionstext vorbereiten.
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