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St.-Marien-Hospital

Protestler stehen schon in den Startlöchern

06.12.2011 | 17:16 Uhr
Protestler stehen schon in den Startlöchern
Plakat für Protest St.-Marien-Hospital Balve. Am Nikolaustag zeigen Adelgunde Buchgeister (rechts) und Serap Dalkiran im City-Cafe der Bäckerei Grote eines der Protestplakate. Foto: Stefan Scherer

Balve.Mit einer Demonstration am Sonntag, 11. Dezember, um 15 Uhr, und anschließender Podiumsdiskussion im Pfarrheim von St. Blasius Balve wollen die Bürger ihren Unmut über die geplante Schließung des St.-Marien-Hospitals kundtun.

Um eine Menge Protestler auf die Straße zu bekommen, ist die Schützenbruderschaft Balve damit beschäftigt, die Demo und die Podiumsdiskussion im Detail vorzubereiten. Dies geschieht vor allem unter der Regie von Wolfram Schmitz, Schatzmeister der Bruderschaft. Er ist dabei, die Vereine aus den Städten Balve, Sundern und Neuenrade für die Großveranstaltung in der Hönnestadt zu gewinnen. „Jetzt sind wir alle gefragt, denn es wird mit den Füßen über den Erhalt unseres Krankenhauses abgestimmt“, weiß Wolfram Schmitz nur zu genau, dass das St.-Marien-Hospital Balve nur eine Chance hat, wenn die Patientenzahl gesteigert werden kann. „Wir wollen nicht zuletzt durch die Demo und die Podiumsdiskussion die Bürger über die Vorzüge unseres Krankenhauses informieren“, sagt Schmitz, der nach dem Aufruf der Schützenbruderschaft schon jetzt sehr viele Rückmeldungen erhalten hat.

Auch die CDU-Führung hat sofort unter Leitung ihres neuen Fraktionsvorsitzenden Johannes Schulte (Beckum) mit der drohenden Schließung des Balver Krankenhauses befasst. „Wir haben vor zwei Jahren erhebliche finanzielle Mittel aus dem Konjunkturpaket in unser Krankenhaus investiert. Über deren sinnvolle Verwendung konnten wir uns beim vergangenen Tag der offenen Tür überzeugen. Hier wurde in die ausgesprochen wichtige ärztliche Versorgung unserer Bevölkerung investiert“, verdeutlichte Johannes Schulte. „Daher werden wir alles dafür tun, dass die Bürger auch in Zukunft auf eine gute und wohnortnahe medizinische Versorgung zurückgreifen können.“

Guido Grote wies darauf hin, dass das Krankenhaus einen hohen Stellenwert besitzt und Arbeitsplätze schafft. Die CDU-Spitze ist sich einig, dass alle verfügbaren Kräfte nun gebündelt werden müssen. Hierzu wurde bereits Kontakt zu Landrat Thomas Gemke und dem heimischen Landtagsabgeordneten Wolfgang Exler aufgenommen.

„Niedergelassene Ärzte, Krankenhausverwaltung und das Krankenhauspersonal müssen gemeinsam an der zukünftigen Entwicklung unseres Krankenhauses arbeiten“, so der einhellige Tenor der CDU-Spitze, die das Thema auch in der nächsten Fraktionssitzung diskutiert.

Richard Elmerhaus

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Kommentare
07.12.2011
14:26
Balve am besten nach Iserlohn oder Menden eingemeinden
von freier_buerger | #1

Es wird in den nächsten Jahren sowieso soweit kommen, das kleine Kommunen wie Balve alleine nicht überlebensfähig sind, das war schon immer so und aufgrund der Entwicklungen der heutigen Zeit wird diese Grenze (die der Mindestgröße der möglichen Selbsständigkeit) auf jeden Fall höher liegen.
Gründe gibt es dafür ja genug, man muss sich nur mal ansehen, heute alles Aufgaben eine Kommune sind und was in einigen Bereichen aufgrund neuer Sicherheits-, Arbeitsschutz- Umweltvorschriften usw organisatorisch und technisch geleistet werden muss um überhaupt die Infrastruktur für gewisse Aufgaben zu betreiben. Siehe zB der Bereich Gefahrenabwehr, ehrenamtlich ist zB ein Wehrleiter einer Feuerwehr nur unter großen Anstrengungen möglich, hier in balve hat ja vor kurzem einer der Stellvertreter deswegen das Handtuch geschmissen. In der Nachbarstadt Menden muss man sogar einen Beamten im höheren Dienst dafür einstellen. Es ist durchaus nicht abwegig, dass Städte wie Balve in einigen Jahren einen hauptamtlichen Stadtbrandmeister haben werden (in diesem Fall dann eher im gehobenen Dienst).

1 Antwort
Protestler stehen schon in den Startlöchern
von freier_buerger | #1-1

Und genauso ist es mit einem kleinen Krankenhaus, auch da müssn heutzutage ein Wust an Vorschriften und bestimmungen eingehalten werden.

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