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Realschule Balve

Praktikanten werfen Blick in die Arbeitswelt

12.04.2011 | 16:11 Uhr
Praktikanten werfen Blick in die Arbeitswelt
Praktikanten schnuppern derzeit Berufsluft. Foto: Richard Elmerhaus

Balve/Neuenrade. Von der Schul- auf die Werkbank. Dieser fliegende Wechsel macht den drei Praktikanten Marcel Neuhaus (Garbeck), Max Höfer (Neuenrade) und Tobias Vedder (Balve) viel Spaß. Die drei Schüler der Städtischen Realschule Balve werfen ebenso wie 81 weitere Schülerinnen und Schüler aus dem Bildungsinstitut noch bis zum 15. April einen Blick in die Berufswelt werfen.

Insgesamt 63 Betriebe und Einrichtungen aus der Region sind bereit, den jungen Menschen die vielfältigen Berufe zugänglich zu machen. Dafür bedankten sich Rektor Wilhelm Boege und Betreuungslehrer Rudolf Rüden bei allen Unternehmen. Es sei nicht selbstverständlich, Praktikanten aufzunehmen und sie auch noch super zu betreuen. Hierbei handele es sich um eine riesige gesellschaftliche Leistung, betonte Rektor Boege, als er gestern Morgen drei Schüler in der Firma Bültmann GmbH aus Neuenrade besuchte.

Das familiengeführte Unternehmen mit Schwerpunkt im Maschinen- und Anlagenbau gilt als Marktführer in den Produktionsbereichen Ziehen, Richten und Schälen. Es bedient nach Angabe der Chefin, Petra Bültmann-Steffin, weltweit Kunden, die vorrangig in der Halbzeugindustrie tätig sind.

Auf die Frage, warum er sein Praktikum in der Firma Bültmann absolviere, hat Marcel Neuhaus schnell eine Erklärung parat. Er wolle sich handwerklich betätigen und habe aus diesem Grunde im Internet nach einem geeigneten Unternehmen Ausschau gehalten, aber seinen Vater mit in seine Überlegungen einbezogen. „Weil die Firma Bültmann voll und ganz meinen Interessen entsprach, habe ich mich für sie entschieden“, sagt Marcel Neuhaus, der sich unter den Industriemechanikern wohl fühlt. Er kann sich auch vorstellen, nach der Schule einen Ausbildungsvertrag zu unterschreiben.

In dem Neuenrader Unternehmen herrsche ein gutes Arbeitsklima. Zudem gehe es sehr locker zu. Besonders erfreut Neuhaus und die beiden anderen Praktikanten, Max Höfer und Tobias Vedder, dass sie sofort in den Arbeitsprozess involviert worden sind. „Dadurch geht die Zeit viel schneller rum, als wenn wir in der Schule auf die Tafel schauen müssen“, lautete der einhellige Tenor der drei Realschüler, von denen sich Max Höfer allerdings erst an den Arbeitsrhythmus gewöhnen musste. „Wir machen das, was verlangt wird, dann haben wir keine Probleme“, bilanziert Max Höfer.

So zufrieden wie die Praktikanten ist auch Ausbildungsleiter Dirk Ratajczak, der den Neulingen gern mit Rat und Tat zur Seite steht. Damit die drei Praktikanten stets einen Ansprechpartner haben, stellte ihnen Ratajczak drei Auszubildende an die Seite. Mit den Azubis zusammen zu arbeiten, heißt für die Schüler auch, dass sie mit allen betrieblichen Abläufen in Verbindung kommen.

Nach dem Betriebspraktikum müssen die Schüler eine Mappe vorlegen, in der Tages-, und Wochenberichte sowie Informationen über die Betriebe enthalten sind. Zudem fordert die Schule ein frei wählbares Schwerpunktthema. „Diese Arbeiten werden benotet und finden ihren Niederschlag in der Politikzensur“, so Betreuungslehrer Rüden.

Richard Elmerhaus

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