Pfarrzentrum für eine Million Euro geplant

Das Katholische Jugendheim in Balve ist in die Jahre gekommen.
Das Katholische Jugendheim in Balve ist in die Jahre gekommen.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Das Katholische Jugendheim in Balve ist in die Jahre gekommen. Deshalb wünscht sich die Kirchengemeinde St. Blasius eine moderne Konstruktion und befürwortet einen Neubau.

Balve..  Dafür ist ein Budget in Höhe von eine Million Euro ausgelobt, wobei das Gros der Kosten – mehr als 60 Prozent – das Erzbischöfliche Generalvikariat in Paderborn übernimmt. „Ende 2017 wird das neue Gebäude stehen“, sagt Martin Gruschka, 2. Vorsitzender des Kirchenvorstandes, und ergänzt: „Meine persönliche Meinung ist, das Pfarrheim abzureißen und es an der jetzigen Stelle neu zu bauen.“

Ein Neubau am aktuellen Standort ist für die neun Architekten, die in dem vom Unternehmen compar aus Dortmund ausgeschriebenen Architekturwettbewerb antreten, aber nicht Pflicht. Gruschka berichtete beim Empfang nach der Patronatsfeier zu Ehren des Heiligen Blasius, dass auch andere Stellen bis hin zum Brucknerweg für einen Neubau des Jugendheimes denkbar seien. Allerdings gibt es konkrete Anforderungen an die denkmalgeschützte Umgebung. Die Freifläche des Kindergartens muss berücksichtigt, die verrohrte Murmke darf nicht überbaut und die Sichtachsen auf die denkmalgeschützte Pfarrkirche nicht verbaut werden – das verordnet der Landschaftsverband Westfalen-Lippe.

Die neun Architekten werden ihre Modelle bis zum 14. April vorstellen. Für den besten Entwurf wird ein Preisgeld in Höhe von 5000 Euro, für Platz zwei in Höhe von 3000 Euro und für Platz drei in Höhe von 2000 Euro ausgelobt. Im Preisgericht sitzen neben compar-Vertretern auch Pfarrer Andreas Schulte, Bruno Köck (Bauausschuss) und Bürgermeister Hubertus Mühling. „Es ist aber kein Automatismus, dass derjenige, der den ersten Preis beim Architekturwettbewerb gewinnt, auch das neue Pfarrheim baut“, betont Martin Gruschka aus dem Kirchenvorstand. Diese wichtige Entscheidung obliege allein dem Kirchenvorstand St. Blasius.

Rund 500 Quadratmeter

Geplant ist ein großer Versammlungsraum mit ca. 110 Quadratmetern sowie zwei abtrennbare Räume mit jeweils 40 Quadratmetern. Außerdem sind noch ein Jugend- und ein Werkraum, ein „Raum der Stille“, De-Cent-Lager, Teeküche, Garderobe und Toiletten vorgesehen. Insgesamt soll das neue Pfarrzentrum eine Fläche von rund 500 Quadratmetern haben, inklusive der „Freiflächen“ wie das Foyer, das von den Architekten ohne Vorgaben geplant werden kann.

Auf die Frage, wer zukünftig das Pfarrzentrum nutzen darf, stellte Martin Gruschka klar: „Alle katholisch-christlichen Gruppen. Privatfeiern sind aus versicherungstechnischen Gründen nicht erlaubt.“

Zum Zeitablauf: Das Preisgericht tagt am 7. Mai. In den Monaten danach wird der Kirchenvorstand über den Zuschlag für den Neubau des Pfarrzentrums entscheiden. Mit der Baugenehmigung des Märkischen Kreises rechnet der Kirchenvorstand im ersten Quartal 2016. Ziel der Fertigstellung ist 2017.