Parkverbote in Balve-Süd sorgen für Sturm der Entrüstung

Foto: Volker Hartmann
Was wir bereits wissen
Die Bürgerinnen und Bürger sind wütend über die Parkverbote in Balve-Süd:

Balve..  Das Ordnungsamt der Stadt Balve hat in Kooperation mit der Polizei und dem Straßenverkehrsamt des Märkischen Kreises ein Parkverbot in Balve-Süd (hinterer Bereich Zur Amtsschlade und Finkenweg) ausgeflaggt. Unsere Berichterstattung über die Nacht- und Nebelaktion, in der zig Parkplätze einkassiert worden sind, hat in den sozialen Medien einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. „Wen wundert dieser Unsinn eigentlich noch?“, „echt lächerlich“ und „zum Kot...“ sind nur einige Aussagen, die auf Facebook zu lesen sind.

Die Argumentation der Stadt, dass dringender Handlungsbedarf bestanden habe, um die Rettungswegbreite für den Krankenwagen zu garantieren, kommt ganz und gar nicht gut an. „Das ist reine Abzocke der Stadt“, echauffiert sich ein Mann. „Rettungswege sind auch ausreichend ohne Parkverbote gegeben. Stattdessen trägt die Stadt dazu bei, dass die 30er-Zone immer mehr zu einer Autobahn wird. An die Geschwindigkeit hält sich nämlich seit dem Parkverbot vielleicht noch jeder Fünfte.“ Deutlich überhöhte Geschwindigkeit befürchtet auch eine Anliegerin. „Das war es dann für die Kinder, die hier oben auf der Straße spielen wollen.“ Sie meint: „Lieber mal nen Blitzer aufstellen!“

„Eine Unverschämtheit“

Ganz schlecht weg kommt auch die Informationspolitik der Stadt Balve, die die Menschen, die seit 40 Jahren in ihren Häusern wohnen, nicht über das Parkverbot unterrichteten. „Das ist eine Unverschämtheit, denn keiner der Anwohner wurde je mit einem Zettel informiert“, beschwert sich eine Userin und bekommt von der Facebook-Gemeinde gleich eine süffisante Antwort nachgereicht: „Das wird nicht gemacht, weil dann könnten ja Einnahmen durch Knöllchen verloren gehen.“

Viele Bürgerinnen und Bürger vermuten hinter der schnellen Knöllchen-Vergabe eine gezielte Aktion. „Die Stadt Balve braucht, so wie es aussieht, Geld“, äußert sich eine Nutzerin auf Facebook und erhält von anderer Seite Recht. „Kreativ sind sie ja in Balve, wenn es darum geht, die Stadtkasse aufzubessern.“

Vorschläge werden indes auch unterbreitet: „In der Garbecker Straße wären Parkverbote eventuell sinnvoll, da dort die Feuerwehr durch muss“, heißt es auf Facebook, und weiter: „Aber dort wird geparkt, als gäbe es kein Morgen mehr. Knöllchen? Fehlanzeige!“

Fazit: Die Parkverbote in Balve-Süd werden von der großen Mehrheit der Facebook-User gerügt. Einer flüchtet sich daher wohl in Ironie: „Da ist man doch wieder stolz, ein Balver zu sein.“