Ökologisch sinnvoll und ökonomisch organisiert

Balve..  Service ist wichtig. Weil der Männerchor 1874 Balve die Einnahmen aus Sammlung und Verkauf von Altpapier gut gebrauchen kann, wollen es die Sänger allen Balvern möglichst einfach machen, ihr Altpapier loszuwerden – und den Männerchor damit zu unterstützen. Die großen Sammelaktionen zu festen Terminen wurden gestrichen. Stattdessen bieten die Sänger einen individuellen Abholservice an. „Wir holen das Papier bei Bedarf auch aus ihrem Keller“, sagt Reinhold Köster.

Der Rentner fungiert als Papierdepotverwalter. Ein wichtiger Job. Denn das Lager muss sorgfältig und bis unter die Decke mit den Altpapierbündeln bepackt werden, um den Raum optimal zu nutzen. Nur dann wird der bei Bedarf georderte Container auch voll. Das Recyceln von Altpapier ist nicht nur ökologisch sinnvoll, es will auch ökonomisch organisiert sein.

Reinhold Köster weiß, dass einige Balver ihre gewohnten Straßensammlungen vermissen werden. Aber die Ausbeute dieser Aktionen wurde immer geringer. Weil zeitgleich die Abgabemengen im Papierdepot in der Bogenstraße immer größer wurden, rücken die Sänger nicht mehr zweimal im Jahr zur Straßensammlung aus. Mit dem individuellen Abholservice haben sie eine gute Alternative im Angebot. Die Redaktion der WESTFALENPOST nutzt diesen Service schon seit einiger Zeit und hat nur gute Erfahrungen damit gemacht. Reinhold Köster ist kurzfristig verfügbar und holt alte Zeitungen schnell und zuverlässig ab.

Eigenanlieferung möglich

Wer sein Altpapier selbst abgeben möchte, kann an Werktagen direkt zum Papierdepot kommen. „Das ist sehr praktisch. Die Leute können hier rückwärts auf den Hof fahren und ihr Altpapier direkt in den Lagerraum packen“, sagt Reinhold Köster. Ausreichend Platz auch für größere Mengen ist immer vorhanden. Wenn das Lager so gut wie voll ist, bestellt der Männerchor 1874 einen großen Container und trommelt ein Dutzend Helfer zusammen. „Das klappt immer super“, weiß der Depotverwalter. „Da haben sich meist sieben bis acht Tonnen Papier angesammelt, aber in spätestens zwei Stunden ist das Lager wieder leer – und wir trinken uns noch ein Bierchen.“

Die Sangesbrüder haben viele Stammkunden, freuen sich aber auch über jeden Neu-Spender. „Diese Einnahmen sind für uns sehr wichtig“, sagt Reinhold Köster. „Bevor die Leute ihr Altpapier in die blaue Tonne stopfen, sollten sie es lieber uns geben.“

Besonders freut sich der Depotverwalter über Papierspenden, die ordentlich gebündelt oder in Kartons verpackt sind. Das erleichtert die Stapelarbeit enorm.