Neues Schiebergkreuz ragt bald über der Stadt Balve
25.03.2011 | 16:49 Uhr 2011-03-25T16:49:00+0100
Balve.Als im Jahre 2007 der Orkan Kyrill auch in der Hönnestadt Balve wütete, fällte er in einer Nacht so viele Bäume, dass die Balver seitdem von der Innenstadt wieder einen Blick auf das morsche Schiebergkreuz werfen können.
Die kläglichen Überreste des Schiebergkreuzes animierten jedoch die Balver Georg Rapp, Hubert Hahn und Josef Hering, sich mit einer Ersatzbeschaffung des Glaubenszeichens zu beschäftigen. Inzwischen haben die Drei die Weichen für die Errichtung eines neuen Kreuzes und einer Plattform gestellt, die es den Menschen ermöglicht, vom Schieberg auf die Stadt und über die Grenzen hinaus zu schauen.
Noch wird an dem neuen Kreuz, das beim heimischen Unternehmer Georg Rapp gelagert wird, fleißig gearbeitet. „Bei dem neuen Schiebergkreuz, das Herings Joe im Tiefental entdeckt hat, handelt es sich um eine uralte Eiche, die bereits vor fünf Jahren gefällt wurde und inzwischen so trocken ist, dass wir sie gut bearbeiten können“, erzählt Georg Rapp, der sich im Verbund mit seinen Mitstreitern etwas Besonderes hat einfallen lassen.
Denn das neue riesige Kreuz wird nicht wie bisher direkt auf dem Plateau aufgestellt, sondern in einen Findling gestellt und einbetoniert. „Eine sehr schwierige Aufgabe, aber ich bin davon überzeugt, dass Schorsch, der den Findling aus Granit aufgetan hat, das auf die Reihe bekommt“, sagt Hubert Hahn, der sich darüber freut, dass die drei Initiatoren Unterstützung durch die Familie Vogel erhalten, denn in ihrem Wald wird das neue, das alte Schiebergkreuz ablösen.
Sobald die Baugenehmigung des Märkischen Kreises und die Statik vorliegen, wird Georg Rapp einen Fachmann verpflichten, der in den Granit-Findling den Spruch „Säu faste ärre Balve“ – So fest wie Balve – einschlägt. Zuvor wird ein Loch in den fünf Tonnen schweren Stein gebohrt und dann das Kreuz in die Vertiefung gesetzt. Damit das Glaubenszeichen alle Stürme übersteht, wird der Stamm im unteren Bereich mit Metall ummantelt.
Das Aufstellen des neuen Schiebergkreuzes sowie die Errichtung der Aussichtsplattform und der damit verbundenen neuen Zuwegung kostet nach Aussage von Georg Rapp, Hubert Hahn und Josef Hering etwa 6 000 Euro. „Deshalb sind wir auf Unterstützung angewiesen, die wir auch von der Kolpingsfamilie Balve erhalten“, so Hubert Hahn. Diese bittet die Balver, aber auch alle anderen, sich mit einer Spende an der Aufstellung des neuen Schiebergkreuzes zu beteiligen. Wer spenden möchte, bekommt hier einen Überblick über die Daten: Kolpingsfamilie Balve, Vereinigte Sparkasse im Märkischen Kreis – Konto-Nummer 900 447 10 und Bankleitzahl 458 510 20.
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