Neues Feuerwehrgerätehaus für das Unteramt

Nicht immer stehen ausreichend Feuerwehrkräfte zur Verfügung, wenn es Einsätze in der Stadt Balve gibt.
Nicht immer stehen ausreichend Feuerwehrkräfte zur Verfügung, wenn es Einsätze in der Stadt Balve gibt.
Foto: Richard Elmerhaus

Balve..  Wenn sich der Haupt- und Finanzausschuss am Montag, 15. Juni, 17 Uhr, mit der zweiten Fortschreibung des Brandschutzbedarfsplanes für die Stadt Balve beschäftigt, wird er feststellen, das die Leistungsfähigkeit der Freiwilligen Feuerwehr mit der vorhandenen Einsatztechnik und dem ehrenamtlichen Personal derzeit grundsätzlich gegeben ist. Die Politik wird sich aber auch sagen lassen müssen, dass bei der Fortschreibung des Brandschutzbedarfsplanes von den Sachverständigen gravierende Defizite erkannt worden sind.

Dazu gehört nach Meinung von Projektleiter Dipl.-Ing. Manfred Unterkofler vor allem die Personalverfügbarkeit und -ausstattung. Die Begründung: Die Anzahl der verfügbaren Einsatzkräfte ist tagsüber in vielen Fällen nicht ausreichend, insbesondere in Eisborn, wo zwei große Hotels stehen. Lediglich die Löscheinheiten aus Balve und Garbeck genügen den Ansprüchen, die tagsüber an die hiesige Freiwillige Feuerwehr gestellt werden.

Ein Problem, von der Balver Wehrleitung schon lange erkannt, ist die Anzahl von ausgebildetem Einsatzpersonal für die Sonderfunktionen, denn sie ist rückläufig. „Hier besteht in den Führungsqualifikationen und für Atemschutzgeräteträger Ausbildungsbedarf“, schreibt die FORPLAN Forschungs- und Planungsgesellschaft für Rettungswesen, Brand- und Katastrophenschutz mbH aus Bonn in ihrem Gutachten. Es umfasst 153 Seiten und beschäftigt sich auch mit der Verbesserung der Gebäudestruktur.

Sie empfiehlt der Stadt Balve, im Einvernehmen mit den Kameraden und Kameradinnen, die Löschgruppen Beckum und Volkringhausen zusammenzulegen und ein neues Feuerwehrgerätehaus zu bauen. Durch die hierdurch geschaffenen Synergieeffekte werde die Leistungsfähigkeit der Feuerwehr langfristig gesteigert, sagen die Experten.